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Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Freitag, 20. April 2012

Noch mehr Meer und Steinmeere.

Es regnet. Mal wieder, so wie jeden Tag die ganze Woche schon. Ab und an hört man einen Donnerschlag, aber nur einen, dann ist wieder vorbei. So wie eine Warnung. Bleib ja im Haus! Geht aber nicht, schließlich bin ich ja fast täglich im Großstadt-Jungle zu finden, oder unter der Erde in sich schnell bewegenden Metalldosen. Und ich rede ja schon wieder übers Wetter, denkt ihr euch. Aber das ist wohl eine der englischen Eigenschaften, die ich mir angewöhnt habe seit der letzten 8 (!) Monate.
Aber der Regenbruch gerade ist auch euer Glück, wenn ich das so sagen darf. Dann kann ich also nicht los und mir wasserfeste Schuhe und eine Regenjacke kaufen (ihr seht die Ironie, ja?). Komisch, oder? Ich bin in London und habe bisher keine Regenjacke gekauft (ich dachte ja, ich hätte eine dabei. Wie sich in Cornwall herausstellte, ist sie alles andere, aber nicht wasserdicht.) und auch keine Gummistiefel. Ich hatte ja Wanderschuhe. Aber nach rauer Behandlung meinerseits habe ich die in einem Mülleimer in einem Hotel mitten im Dartmoor gelassen. Was mich wieder zum eigentlichen Ansatz dieses Absatzes bringt. Euer Glück bin ich nicht unterwegs und nichts lenkt mich ab, was mir die Zeit gibt, diesen Blog hier mal wieder etwas auf Vordermann zu bringen.
Was war denn los hier? Ich weiß, ich hab gesagt, ich erzähl euch wie’s war in Derby. Aber das ist doch schon wieder so lange her! Und Fotos habe ich keine gemacht, da hab ich irgendwie nicht dran gedacht also müsst ihr mir entweder glauben, dass ich da war oder ich lade ein paar hoch, die mir eine Freundin von da geschickt hat. Das werd ich selbst erst entscheiden, wenn ich die Fotos suche, haha. Ich bin eine faule Nudel, manchmal, das wisst ihr.
Lasst mich erst mal vom Urlaub erzählen, der auch schon wieder eine ganze Woche zurück liegt. Wir haben ganz schön viel erlebt. Meine Eltern und meine Schwester kamen schon am Dienstag vor Ostern an, aber da musste ich noch arbeiten, den Filmnachmittag alleine schmeißen, weil mein Chef nicht konnte. Aber sie haben das ganz toll geschafft und ich konnte sie auf ihrem Hotelzimmer in die Arme nehmen, denn sie sind hier im Hotel geblieben. Für Lisi haben sie ein eigenes Bett reingestellt und sie musste nicht am Boden campen, wie befürchtet.
In London waren wir lecker essen in „The Swan“, da war ich bisher noch mit jedem Besuch, wir sind durch die Stadt getummelt, zum Tower, wo wir sogar auch rein sind. Dort kann man Folterkammern besuchen, sich über mittelalterliche Tierhaltung erkundigen, Schlafsäle aus der Zeit besuchen und die Kronjuwelen der Queen und ihrer Vorgänger betrachten. Und zufällig Bekannte aus dem Nachbardorf treffen, das ist optional, wir hatten aber das Vergnügen! Wie klein die Welt doch manchmal sein kann. Lisi habe ich mir ganz exklusiv mal geschnappt und wir haben King’s Cross besucht, ein Muss für jeden Potter-Fan (und Lisi ist wohl der größte, den ich kenne:) und sind noch in die Oxford Street, ein bisschen einkaufen.
Am Freitag sind wir früh los zum Heathrow Flughafen, aber nur, um unseren geleasten Automatik Vauxhall Astra abzuholen. Denn damit sind wir (Papi rechts neben mir am Lenkrad, ich mit Navi und Straßenbild im Kopf vorn, hinten Mutti mit Karte und Lisi mit Buch) losgedüst ins schöne Cornwall, Rosamunde-Pilcher-Land. Naja gedüst sind wir erst mal nicht. Stau auf der M3 und M25 aber wen wundert das schon? Eine halbe Stunde Stau gab es nachher auch, erst aus unersichtlichem Grund und dann biegst du um die Ecke und da stehen so ein paar Steinhaufen komisch angeordnet auf einer Wiese und viele Menschen stehen drum rum. Ach ja, Stonehenge. Schöner Zufall, haben wir das auch gesehen.
Dann flogen die Ginsterbüsche, Moore, Fjorde und Eichenwälder aber flux vorbei und schließlich wurden die Straßen immer schmäler, mit Ausweichstellen versehen, ab und an Blick aufs Meer und viele Wiesen und Felder, umrahmt mit Bäumen oder Steinwällen. Und dann weißt du, du bist angekommen im Südwesten. Hallo, Cornwall! Und das Hotel, ja, das könnte aus dem „Muschelsucher“ Film sein, aber wirklich. Riesen Garten, mit großem Rhododendron-Busch? Eher Baum! Und Blick aufs Meer. Altes Steingebäude mit mächtigem Frühstücksbuffet, schwerer Tapete, schweren Vorhängen, schweren Bettdecken und viel Kitsch. Wir hatten noch Zeit also sind wir alte Abenteurer gleich noch los Richtung Meer gewandert, durch jungelartige, kurvige Waldstraßen, an Osterglockenfeldern und alten Herrenhäusern vorbei zum Strand. Und das ganze zurück im Dunklen, aber einfach schön, das Land.
Der erste Ausflug am nächsten Tag ging zum St. Michael’s Mount in Marazion, einer Hafenstadt im Südwesten Cornwalls, denn das gute Wetter wollte genutzt werden. Glück hatten wir allemal, denn angekommen hat sich rausgestellt, dass vormittags die genau richtige Zeit des Besuchs sein sollte. Es war Ebbe, low tide, wir konnten zum Berg mit Burg rüberlaufen, über das Watt. Mit Wattwürmern, Algen und Muscheln. Ein schöner Ort, später mit Sonne! Und ein zuckersüßes Café haben wir gefunden. Haben wir oft gefunden, sowas. Also auf Englisch bestellen kann die Vanille jetzt definitiv!
Wir haben in Cornwall dann noch die Hafen- und Künstlerstadt St. Ives besucht (im WW2 sind viele Künstler aus London dahin geflohen und dann einfach dort geblieben.), die Lost Gardens of Heligan (guckt euch die tollen Fotos an!) und Falmouth, wo wir in einem echten Fischrestaurant in einer Hafenstadt geschlemmt haben.
Und was man bei der ganzen Geschichte ja nicht vergessen darf, es war auch Ostern! Mutti hat uns etwas Schokolade aus Deutschland im Pilcher-Garten versteckt und Lisi und ich hatten die höchste Freude, beim suchen =)
Dann ging’s ja auch schon wieder weiter im Plan. Nach Devon, aber mit einem Umweg, der sich echt gelohnt hat. Es war der Montag, der so richtig regnerisch und windig war. Und mutig wie wir eben sind, sind wir aufgebrochen zum Tintagle Castle an die Küste, dem Geburtsort König Arthurs, wenn es ihn denn wirklich gab. Das Wetter war aber genau richtig gewählt. Man konnte nicht wirklich weit sehen vor lauter Regen und Nebel und man kann sich richtig vorstellen, wieso es in der Gegend so viele mystische Geschichten und Legenden gibt. Durchnässt ging es weiter in den Nationalpark Dartmoor in Devon. Am Rande des Moores in Wotter sind wir untergekommen in einem von außen nicht so hübschen aber innen nett eingerichteten B&B mit Steak-Restaurant (ja, das haben wir auch besucht. Yum!). Der Blick (manchmal durch Nebel unmöglich) ging wieder bis ans Meer. Mit unseren Ausblicken hatten wir also wirklich Glück. Und mit der Idee das Moor zu besuchen auch. Das war mein Highlight. Die Moorwanderung von Hügelgipfel zu Hügelgipfel bei Wind und Sonne war beruhigend und einfach traumhaft schön. Vereinzelt hat man Menschen gesehen, aber ganz wenige! Und vor allem Schafe und wilde Ponys waren unterwegs. (Merke: Schafe lassen sich nicht streicheln, Pferde manchmal. Dabei war mein größter Wunsch doch, ein Wollschaf zu umarmen :( ). Ansonsten gab es da nur Moorpfützen und Steine. Seltsame, schöne, raue Steine. Ich möchte gerne zurück. In die Weite blicken und denken: „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, hier wäre die Herr der Ringe Triologie gedreht worden.“
Das habe ich mir auch beim Eichenwald gedacht, zu dem ich meine Eltern überredet habe zu gehen. Vermoost und verwunschen, einsam und mit Bächlein durchzogen wachsen einem fast selbst Elfenflügel und man niest Glitzerstaub.
Auch der Ausflug  in das hübsche kleine Moorstädtchen Moretonhampstead hat sich richtig gelohnt. Bei einer Otteraufzucht und Schmetterlingsfarm haben wir auch vorbeigeschaut und uns verzaubern lassen, nachdem wir im Buckfast Abbey waren, in jenem Ort, wo die robuste Buckfastbiene zu Hause ist und das vor allem in Irland beliebte Buckfast-Getränk, tonic wine.
Lustige Reisegeschichten findet ihr hier:
-          Papa hat sich am Frühstückstisch reichlich bei der Marmelade bedient. Nicht gewusst hat er, dass rot nicht immer für Erdbeermarmelade stehen muss, sondern dass das auch Tomaten“marmelade“ heißen  kann, hihi :D immerhin hat er seinen Ketchuptoast ganz aufgegessen.
-          Wenn man mitten in der Nacht durstig ist, sollte man nicht unbedingt den „Orangensaft“ wählen, denn der kann unter Umständen Sirup sein. Und schmeckt auch beim dritten Schluck nicht lecker, bäh!
-          Mutti: „Oh, Lisi schau mal ein Rettungsturm!“ „Mutti, das heißt Leuchtturm…“
Und dann war die schöne Auszeit auch schon wieder vorbei und die Realität hatte ihre Hände wieder fest im Spiel. Danke an der Stelle nochmal an die Eltern und das Kindi, für die tolle Zeit.
Seitdem bin ich wieder fleißig am Arbeiten, aber das wurde ja auch Zeit. War ja kaum mehr da gewesen. Immer unterwegs in Essex, Derby, Urlaub… da mussten meine Hausbesuche vor allem drunter leiden aber in den nächsten 3 Arbeitstagen hab ich 6 Hausbesuche vor, das sollte den Verlust wieder gut machen, möchte ich doch meinen. Aber das läuft gut, Arbeit überhaupt. So soll das sein, so soll es bleiben, so hab ich das gern.
Ich habe mich auch mal noch mit zwei andern Freiwilligen aufgemacht zum Primrose Hill noch vor Ostern, um live bei der Earth Hour dabei zu sein. Warm was nicht aber Mutti Vroni hatte eine Picnic-Decke dabei und Überraschungseier, sowie eine Bottel Rotwein, das war alles nicht schlecht. Was schlecht war: London an dem Tag. Licht ausgeschalten haben nur St. Pauls, der BT Tower und einzelne kleine Gebäude und manchmal auch einzelne Räume. Das London-Eye war ganze 5 Minuten dunkel. Alles nicht umwerfend, aber lustig war der Abend trotzdem. Mit kurzer Pinkelpause im Gemeindehaus des einen Freiwilligen und unfreiwilliger Ostereier-Suche.
Gestern hatte ich dann abends nicht Lila-Pause von Milka sondern Lina-Pause aus Deutschland (: Lina hat vorbeigeschaut, auf der Durchreise nach Nordwales. Essen waren wir und Lage besprechen. Das war lustig, so habe ich ihr das auch gesagt. Eine willkommene Abwechslung. Wenn leider auch viel zu kurz.
Das waren viele Informationen? Seid ihr kaputt und ausgelaugt und habt keine Lust mehr auf Wortmeer? Kann ich euch aber noch für ein paar Fotos interessieren? Fotos sind wie Kuchen, dazu sagt man nicht nein. Auch wenn beides andauernd vorhanden zu sein scheint. Bleibt also noch ein Weilchen, scrollt euch durch, bald habt ihr’s geschafft, versprochen.

Wenn ihr die Sonne auch vermisst, hört ein bisschen Jason Mraz. Das macht’s besser. Gute Idee vom Tea Morning gewonnen.
Chillen auf dem Hotelbett, das wir vorher noch auf Extremsport getestet hatten :D in: Derby.

Wir warten geduldig auf den Zug, der uns noch nach Leicster bringt für den Nachmittag.

Ladies love London.

Neuer Rasen für St. Paul's. Da seit 2 Jahren hier in de Region übrigens Dürre herrscht, darf man nicht mehr die Gärten wässern. Die cleveren machen das jetzt einfach nachts...

London's Rebellion: Trotz EU-Standards Türe hinten im Bus offen, buhu!

Schönheiten im Farmer's Market.

Arme Tierchen im Tower von Londinium.

Mein "kleiner" Mausebär und ich im Swan. Lecker Burger schlemmen.

Eltis waren auch dabei.

Na gut, dann machen wir dahin hald auch ein Foto.

Das hübscheste Café der Küste, ganz sicher.



Hotelgarten Nr. 1




Papa kann das auch auf der andern Seite :)

Auf dem Weg zu Tintagel Castle.





Buckfast Abbey

Butterfly Farm


Chill'd-Kröten


Er war so groß wie meine Hand! und unscheinbar braun von außen.

OTTER OTTER OTTER OTTER OTTER OTTER ICH WILL EINEN!





Nomnomnomnomnomnomnom. Superleckere Scones. Wer das nicht kennt, ist eine traurige Figur. Wenn ich wieder in Deutschland bin mach ich eine Ladung für euch :)
 

Sowas gabs überall :) Kleine Babyschafe.


Lost Gardens of Heligan.




Größer hat er's nicht geschafft bis jetzt, der Riesenrhabarber :((

Eine Skulptur zum Thema Vergänglichkeit der Natur.

Alles was ich wollte, war ein Schaf zu umarmen :(

Größer als die meisten Bäume: Rhododendron"büsche" Mutti mochte die sehr.
Das Moor, so wunderwunderschöne Natur. Genießt die Bilder!


Nebel, ist eh klar.






 
Moretonhampstead.
 
Magischer Eichenwald.

Die haben ausgedient. Liegen im Müll in Devon.

Berti und ich im Hotel Nr. 1

Abenteuerweg zum Meer.



Da.


Strand auf dem St. Michael's Mount, Blick nach Marazion.

DER Blick. Atemberaubend.
Wir waten.

Ostereier suchen im Hotelgarten.

da, seht ihr das, mittig, links? das ist das Meer.

Mwaha. Beute.

Meine Interpretation des Moores mit meiner neuen Lieblingsapp.


Baääääääääääääääääääh. und Byeeeeeee.