Über mich

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Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Montag, 28. November 2011

Habe mit nem echten Kapitän gesnakt.

„London hat WIRKLICH einen Hafen??“ – fragt Michael ganz verwundert. Ja, hat es. Einen schnuckeligen Hafen im Osten, außerhalb der Stadt. Mit dem Zug bin ich nach Tilbury gefahren, dem Hafenort. Kein angenehmer Platz für ein junges Mädchen alleine, aber am Bahnhof hat mich Jörn schon abgeholt und auf mich aufgepasst. Jörn ist evangelischer Hafenseelsorger. Gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen sorgt er sich um Seemänner und Hafenangestellten in allen möglichen Weisen. Sie stehen mit Rat, Tat, offenem Ohr zur Seite und gehen regelmäßig die Schiffe besuchen. Jörn hat mich einfach in eine viel zu große gelbe Leuchtjacke gesteckt, mir einen Besucherausweis besorgt (mit vorzeigen des Personalausweises) und mich auf den Beifahrersitz klettern lassen (links, versteht sich!). Zuerst hat er mich im Club vorgestellt, wo die Seemänner telefonieren, im Internet surfen, in der Bar sein und fernsehen können. Dann sind wir los, den Hafen erkunden. Die Ware die am meisten exportiert wird ist: Müll. Tonnenweise Müll aus der Großstadt. Geht entweder nach China, wo Klamotten daraus gemacht werden oder nach Holland, wo eine große Müllverbrennungsanlage ist. Der größte Importschlager ist: Holz und Papier aus Skandinavien. Mittlerweile werden aber auch sehr viele Autos verschifft und so der Platz immer voller mit in der Herbstsonne glitzernden Fahrzeugen. An denen sind wir mit unsrem Vauxhall (alias Opel) vorbeigedüst und weiter zum „Boat that rocked“. „Frag deine Eltern mal, was sie in den 60ern so für Radiosender gehört haben!“ schlägt Jörn vor. Denn es gab diese Radioboote wirklich. Sie haben das Monopol der BBC gebrochen, indem sie vom Schiff aus im Meer Musik aus dem „bösen“ Amerika in alle Himmelsrichtungen gesendet haben. Da es ein wichtiges kommunikationsgeschichtliches Artefakt ist, wird es instand gehalten, genauso wie all die anderen vielen Boote.

Das aufregendste Erlebnis des Tages war der Besuch auf dem Schiff „Geest Trader“, dieses kleine Containerschiff (meist um die 100 Container) pendelt zwischen Rotterdam und London und einem weiteren englischen Hafen. Die äußerst freundliche Crew besteht aus Philippinos, der 1. Kadett ist Russe, der 2. Ukrainer und der Kapitän ist deutsch-Italiener. Hasso, so heißt er, lud uns zum Essen auf dem Schiff ein. Sein Koch, Alexander (Cap Verde), hat uns mit Fisch verwöhnt und der wohl größten Eiscremschüssel, die er finden konnte. Hasso kommt aus Rom, hat einen deutschen, adeligen Vater und liebt Bayern. Er hat geradezu von uns geschwärmt, vor allem von der Gastfreundlichkeit und dem Kloster Andechs ;).

Nach dem Essen sind wir auf die Bridge geklettert und haben der Crew und dem riesigen Hebekran zugesehen, wie sie das Schiff langsam entluden. Die Seemänner sahen dabei aus wie die Umpalumpas in Roald Dahl’s „Charlie und die Schokoladenfabrik“ :D wegen der orangen Ganzkörperanzüge und weil Philippinos generell nicht groß von Gestalt sind ;)

Noch zwei Fakten für euer unnützes Wissen: auf Schiffen aus Skandinavien sind Saunen gesetzlich vorgeschrieben, und: Chinesen und Russen sind schlechte Seeleute.

Was hab ich noch so angestellt? Ich war mit Lina bei Harrods an meinem freien Dienstag (wegen dem Konfi-Wochenende habe ich zwei Tage frei bekommen :). Was ein Konsumtempel. Der ganze Kitsch und Reichtum glitzert nur so von den Wänden und Schaukästen. Es ist, wie Lina so schön sagt, ein Museum mit Preisschild. Die Weihnachtsabteilung, die 356 Tage im Jahr offen ist war so vollgestopft mit Kram, man fragt sich wer das kaufen soll. Klotzen statt kleckern ist die Devise. Sogar eine Harry Potter Abteilung haben die da neu eröffnet! Wo man Harrys, Rons, Dumbledores, Snapes, Jedermanns Zauberstab kaufen kann, Hogwartsumhänge, alle Filme und Bücher in allen Farben und Formen und und und. Das Geschirr war wunderschön, dass sie da hatten. So wie die Essensabteilung, 500 verschiedene Käsesorten. Von der Schokoladenabteilung fange ich nicht an. Sonst muss ich weinen ;)

Samstag waren wir kurz in Indien und wieder zurück. Wir haben mit den Au-Pairs den Neasden Tempel besucht, den größten Hindu-Tempel außerhalb Indiens! Er war sehr schön, vor allem außen, wenn man den ganzen bunten, glitzernden Kitsch ausblendet, der sich doch überall einschlich. Die stehen auf ihren knallbunten Stil, diese Inder. Passend dazu waren Lina und ich noch schön indisch essen an der Brick Lane. Lecker! Scharf!

Feiern waren wir auch mal wieder, haben quasi Julians Flehen erhört. Zu 5. (Lina, Julian, Svenja, Lea und Janina (ein echtes Tiroler Madl :D)) sind wir erst in Camden Town „puben“ gegangen. Und dann in einen Jazz-Club, der an dem Tag aber 80’s Thema hatte. Spaß hat es gemacht, zu Cindy Lauper, Eye oft he Tiger, Michael Jackson und all den andern Knalltüten zu tanzen!

Der Sonntag danach war wieder ruhig. Ausschlafen, Wäsche machen, Tube nehmen zur Tate Modern, wieder nicht reingehen nur in den Shop (bester Museumsshop der Welt!) und dann an einen „German-style Christmas Market“ entlang der Themse getigert. Alle Weihnachtsmärkte hier sind von den deutschen Nachbarn abgeschaut. Gar nicht mal so schlecht, aber Glühwein in Bechern geht einfach mal gar nicht ;) und das mit den Gewürzen müssen sie auch noch üben. Riesenbratwürste gibt’s, sowie Lebkuchen und Räuchermanderl, aber auch allen möglichen anderen Kram, den man auf jedem Londoner Straßenmarkt findet.

Eine kleine Premiere gab es noch. Am Donnerstag beim wöchentlichen Anglo-German-Circle hatten wir zum ersten Mal seit ich da bin einen „Faith Talk“. Dabei werden immer Redner eingeladen, die den verschiedensten Religionen und Konfessionen angehören. Am Donnerstag war die Bischöfin der Lutheraner in England zu Gast. Eine unglaublich spannende Persönlichkeit, wie ich beim Dinner vor dem Talk feststellen konnte. Sie hat estnische und litauische Wurzeln und singt in einem Frauenchor der Lieder aus dem 17. Jahrhundert singt. Sie musste früher weg, da ihre Töchter in Shoreditch ein Konzert mit ihrer litauischen Folk band in einem In-Club hatten. Da ich auch von der Lutheraner-Kirche in England wenig bis gar nichts wusste, wurde auch diese Wissenslücke gefüllt.

Wie ihr seht, meist ist Veronika busy. So busy, dass sie kaum zu ruhigen Minuten kommt. Letzte Woche war vollgestopft mit Unternehmungen und Arbeit und ich hab das leise Gefühl, die nächsten beiden Wochen werden nicht anders. Der Weihnachtsmarkt der YMCA steht am Samstag, 3. Dezember, an und ist das größte Event des Vereins im Jahr. Natürlich darf dann das kleine Voluntärchen, das ich bin, all seine Kraft dem höheren Glitzer-Glühwein-Zwecke spenden. Ab Mittwoch wird aufgebaut, juhei! Seit Wochen bin ich schon am Lebkuchen, Pfeffernüsse, Dominosteine… auspacken, zählen, schleppen. Der Geruch ist wie Balsam auf meiner Weihnachten-liebenden Seele.

Frohen 1. Advent euch allen! Mein Nikolaus Paket ist schon angekommen mit lecker Alber-Würstl :D, Marzipankartoffeln, Nüssen einem kleinen Geschenk und einem Schoko-Nikolaus, der natürlich eine Mitra trägt und keine Bommelmütze! Und ein süßes Briefchen vom Schwesterherz war auch dabei, danke Liselott :)





Neasden Tempel von der Seite, innen durfte man keine Fotos machen!
Der Haupteingang.

Themse, oh braune Brühe, was hast du für schöne Ufer?

Veronika's Mode-Tipp: Hafen Outfit.

The Boat that Rocked!!

Tilbury Port, auf dem Schiff war ich danach drauf! Die "Geest Trader"

Harrods, Luxusschuppen sondersgleichen.


Weihnachtliches Ich in der Weihnachtsabteilung


In der Harry Potter Abteilung , riesen Bild...

aus Lego-Steinen!

Food Section. Sicher mehr als lecker, aber auch mehr als teuer.



Love, Veronika.

Montag, 21. November 2011

vom Land und von Leuten, vom frischen Atem holen.

„Was wünscht ihr euch denn alle zu Weihnachten?“ frage ich so in die Runde beim Abwasch nach einem leckeren selbstgemachten Mittagessen. „Einen Laptop“, „Designerklamotten“, „Ein Chello“, „Ein Pferd, Mami ist noch dagegen aber Papa hat schon fast ja gesagt.“. Das war mit eine der verblüffendsten Situationen auf der Konfirmandenfreizeit. Wir waren 25 Konfis und 4 Erwachsene Betreuer, plus 2 ehemalige Konfirmandinnen (14 und 16, die beiden Mädls waren wirklich zuckersüß!). Was die Konversation oben noch spannender macht: sie wurde mit 12-jährigen geführt. Im Vergleich dazu habe ich meinen ersten Laptop mit 19 bekommen. Die Eltern dieser Kinder haben Geld, davon nicht zu wenig. Vor allem die vom Teil der Londoner Gruppe, die „Oxforder“ sind da etwas weniger „poshy“.

Die Kinder waren alle lieb, versteht mich nicht falsch, ungewöhnlich ruhig auch, aber man merkt den Unterschied, wenn man schön mit Kolping unterwegs ist oder mit den Kindern reicher Professoren und Managern. Abwasch war „total eklig“, Pflanzen anfassen auch. Die Kinder sind auch unglaublich auf ihre Eltern angewiesen. Anstatt in der Mittagspause zu spielen mit anderen haben viele mit zu Hause telefoniert. Zu beneiden sind sie nicht, obwohl sie so viel in der Welt herumgekommen sind und so viele Privilegien genießen. Zahllose Erwartungen liegen auf ihnen, strenge Erziehung und enormer Erfolgsdruck. Eine freie, wilde Kindheit ist nicht möglich.

Dafür sind fast alle komplett Zweisprachig. Zwar mäkeln manche an ihrer deutschen Rechtschreibung aber sprechen können sie es fließend. Generell gilt: "I feel pretty English, though" - Ich fühle mich trotzdem ziemlich Englisch. Wenn sie mal wieder ins Englische abdriften (es ist wohl die "coolere" Sprache), dann klingen sie für meine Ohren unheimlich intelligent. Sie sind auch wandlungsfähiger und kreativer/effektiver in ihrem Arbeiten als andere Kinder in ihrem Alter, dass muss ich ihnen definitiv zugestehen.

Spaß können diese Kinder aber auch haben :) bei Spielen wird einfach jeder weich und die gemeinsame Kochzeit hat auch den Meisten super gefallen. Für mich war auch der Anlass spannend. Ich konnte den Kindern "aus 1. Hand" berichten, was Abendmahl in der katholischen Kirche heißt und wo die Unterschiede sind. Am Sonntag morgen durfte ich auch die Abendmahlsmesse mitfeiern, gemäß der "eucharistischen Gastfreundschaft" und außerdem durfte ich das Brot verteilen und eine Lesung lesen, was doch sehr nach Ökumene riecht? Die drei anderen Erwachsenen waren je eine Priesterin und ein Priester und ein Religionslehrer. Interessant waren also auch die Gespräche mit ihnen, zwei Schwaben und einem Augsburger.

Ich ziehe dennoch meine Pfingsti vor, die Leiter und Kinder dort sind einfach nicht zu schlagen ;) Wobei der Ort, Lambourne End in Essex (1 Stunde außerhalb Londons) wirklich ein Traum ist. Die Cottages stehen auf Farmgelände und die Landschaft wunderschön. Das Wetter war perfekt! Sonntagmittag stand ich mal im T-shirt rum. Die Sonne hat morgens den leichten Nebelschwaden gekitzelt und der Raureif ist langsam vom Gras getropft und man hat die Schönheit der Englischen Countryside in sich aufsaugen können. Und diese Stille… für einen jetzt Stadtmenschen wie mich waren das kostbare Minuten und ich konnte Sonne, Frischluft, Land und Weite tanken. So etwas fehlt durchaus in der Großstadt. Ja, das war mein poshy Landwochenende, natürlich habe ich euch auch Bilder mitgebracht, siehe unten.

Da ich ja am Wochenende gearbeitet habe, steht mir Montag, heute, und Dienstag, morgen, frei zu tun und lassen was ich möchte :) also bin ich nach einem Arztbesuch (Fuß kaputt, wegen neuer Schuhe und zu viel Gelatsche. Aber das wird wieder!), aufgebrochen in die Stadt, bin durch China Town und Soho getigert und habe tatsächlich schöne Weihnachtslichter gesehen! Und zwar im Covent Garden. Eher unspektakulär sonst ist es in der Weihnachtszeit in einen dunkelroten Glitzertempel transformiert. Der große Weihnachtsbaum vorm Apple Market sieht fast aus wie auf einem Weihnachtsmarkt zu Hause und in der Luft hing Zimt- und Glühweingeruch. Die ersten Weihnachtsgeschenke liegen jetzt auch schon in meinem Schrank und warten darauf per Avion nach Deutschland gebracht zu werden um rechtzeitig anzukommen für das schöne Fest.

Langsam scheint auch meine typische November-Unlust/schlechte Laune wieder zu verfliegen. Ein Rauf und ein Runter ist dieses Volunteer-Leben, das könnt ihr mir glauben. Sind die nicht verrückt, die beiden Lisa’s? Schreiben die mir doch glatt, dass sie schon Flüge gebucht haben. Für eine ganze wunderschöne Woche wollen sie mich im März besuchen kommen! Ein Tag davon wird mein Geburtstag sein :)

Und Mama und Papa ließen mich zehn Minuten später wissen, dass auch sie einfach schon den Flug über Ostern gebucht haben! Ich freue mich sehr, wir wollen dann nämlich auch nach Cornwall reisen. Bei so vielen guten Nachrichten, einem tollen Wochenende auf dem Land, zwei freien Tagen, wie kann man da nicht plötzlich einfach wieder glücklich sein?

Friedvolle Grüße, Küsse auf eure Nasen,

Veronika




Unser Anwesen ;) die blaue Tür war unsere!

Pretty Countryside.

Auch poshy Kids können im Dreck wühlen! schön zu sehen :)


Die Enten um den Herz-Teich


Berühmte Sau. Spielt in der englischen Fernsehserie "The only way is... Essex mit". Kein Witz.


Alle paar Sekunden erwartet man Mr. Darcy würde über die Wiese schreiten, wirklich!



Hannah und Veronika entdecken die Farm.

Super-Scrabble-Time im Pub!
Weihnachten?
Weihnachten! Zumindest tut London so, als wär's schon so weit!
China Town
Absolut leerer tube-Wagon an einem Sonntag um 10 Uhr abends, District Line.

Dienstag, 15. November 2011

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.

Langsam wird es dunkel unter dem herbstlichen Baumdach. Überall gehen Lichter an. Die Laternen sehen aus wie Marienkäfer, Igel, Piraten. Manche sind, so glaube ich, doch tatsächlich selbstgebastelt.

Lina und ich haben uns heute hunderten von reichen, poshy Muttis und Vatis mit McLaren-Kinderwagen angeschlossen und sind St. Martin und seinem Pferd durch den Hyde Park gefolgt. Ja, auch hier feiert man diesen Tag, aber nur, weil es so große deutsche Gemeinden hier gibt. Mit der Gemeinde, die dieses Event ausgerichtet hat, fahre ich nächstes Wochenende auf Konfirmanden-Freizeit. Etwas fehl am Platz findet ihr bin ich da als katholisches Landei? Möglich, ich werde euch berichten! Angeblich fahren die Kinder des Theologieprofessors der Universität Oxford mit – ich bin gespannt.

Dieses Wochenende habe ich sehr genossen. Obwohl wir eigentlich mit anderen erst Schlittschuhlaufen (so teuer :/) gehen wollten, waren Lina und ich am Freitag doch im Lieblingspub. Wir blieben länger als gedacht, weil‘s einfach so schön dort ist, also war der Samstagmorgen gelaufen. Der Nachmittag brachte ein weiteres Feuerwerk an der Themse, da der Lord Mayor wie jedes Jahr eingesetzt wurde und es dazu immer eine große Parade und zur Krönung das Lichtspiel über dem Fluss gibt. Danach waren wir Maxi bei seiner neuen Arbeitsstelle besuchen und haben vorzüglich im Edelpub gespeist und ich hatte so viel Liebe in mir übrig, dass ich meine Leni in Polen angerufen habe, ich glaub der hat’s die Socken ausgezogen, als plötzlich mein Stimmchen zu ihr geweht kam :).

Sonntag haben Lina und ich uns zum quatschen und lesen im Park getroffen. Bei 18 Grad! In London, mitten im November. Ich saß teilweise nur im Pulli auf meiner neuen Primark-Decke. Naja und recht viel mehr ist nicht passiert. Weil ich eine Pause wollte und brauchte. Es hat sehr gut getan und die nächsten 7 Tage können kommen. Der Herbst ist da und der November beweist sich mal wieder als grauer Monat. Langsam habe ich hier sogar Alltagsgefühle! Ja! So als würde ich das hier schon ewig machen. Das ist aber keineswegs eine schlimme Sache - don't get me wrong. Ich liebe es hier. Aber auf Weihnachten freu ich mich noch immer sehr :)


In Liebe,

eure VeronikainLondon


walking the streets of London with Lina, Antonia und Julian
And yet another firework!

People on London Bridge waiting for the exploding fairies alias firework.

Christmas Lights were being lit at Regent's Street by Kelly Clarkson. Hier stehen aber nur Julian und Maxi. Danach waren wir im größten Spielzeugladen Englands: Hamleys. Auch große Kinder finden dort viele schöne bunte Sachen :)

Harrods im Weihnachtskleid. War noch immer nicht drin. Dabei haben die doch eine riesen Weihnachtsabteilung!

St. Martinszug: von wegen die Engländer stehen gerne in Schlangen! Einfach ab durch die Mitte... man sieht den deutschen Einfluss ;)
Lina-Herz und ich im herbstlichen Hyde Park. Nichts schöneres als bei 16 Grad mitte November gemeinsam Harry Potter zu lesen und zu quatschen <3

Und ob ihr's glaubt oder nicht! Das ist der Hogwarts Express!!! Aber im Hyde Park, vor dem Winter Wonderland, dass sie grad riesig aufziehen mit Riesenrad, Schlittschuhbahn und German Weihnachtsmarkt, und nicht in King's Cross.

My blurry self in der Straße zum Lieblingspub mit einem alten, wunderschönen VW-Bus.

Freitag, 11. November 2011

Willkommen im Casa "Veronika & Blog"

Willkommen im Casa Veronika & Blog. Mi casa es su casa.

Meistens bin ich aber ohne ihn unterwegs, keine Angst. Wen ich letztes Wochenende aber dabei hatte außer die üblichen Verdächtigen, Lina und Julian, waren Lisa derKarl und Michael derBruder! Die Zeit mit den beiden war wahnsinnig schön, wirklich. Die Stadt war gut zu uns. Zuerst hat sie uns sich nachts vorgestellt: beim „Jack the Ripper Walk“ – auf den blutigen Fußspuren des Rippers haben wir das East End durchlaufen, einem Guide und vielen Morden folgend. Leider muss ich sagen, ich hatte mir mehr erwartet. Vor allem, weil der Harry Potter Walk letzten Sonntag so toll war! Richard, der Guide dort, war ein wunderbarer Geschichten-Erzähl-Opa. Lina und ich waren so froh, als er sagte, er hätte Kinder. Sonst wäre sein im Schaukelstuhl-sitz-und-erzähl-Talent einfach verschwendet gewesen. Richard weiß alles, fast so wie Mutti. Und er verteilt Sternensticker, wenn man Dinge weiß. Ich hatte 6. :). Streber, sagt Lina da, aber ein Stern war dafür, dass ich „Thestrale“ trotz englischer Fremdsprache wusste und einer, weil ich aus Bayern komme. Lohnt sich, die Herkunft.

Am Samstag war Touri-Tag mit der Familie und abends? Abends war Guy Fawkes Night, das wird hier riesig gefeiert, mit halbstündigem Feuerwerk und einer Guy-Puppen-Verbrennung und Glühwein. Michael hatte seine gute Kamera dabei, deshalb sind die Fotos dieses Mal übrigens so gut ;) Sonntag waren wir im besten Markt der Stadt, Petticoat Market in Brick Lane, und dann haben wir uns noch mehr Sights gegönnt, wie St. Pauls mit seinen „Occupy London“-Demonstranten und die Oxford Street, der Kontrast dazu. Und dann aßen wir den besten Burger der Stadt im Pub um die Ecke.

Als am Freitag plötzlich Lisa vor mir auf dem Bahnsteig der London Liverpool Street Station stand und ich ja „Florian“ erwartet hatte, konnte das Wochenende nur zu gut werden. Und so war es auch. Freue mich immer mehr auf Weihnachten. Diese Woche durfte ich viele hundert Lebkuchen umpacken für unseren Weihnachtsmarkt. Die schönste Aufgabe der Welt, wenn ihr mich fragt. Und das Glühweingewürz, das Michi mitgebracht hat für den Kinderpunsch am Markt, das liegt im Büro und jeden Morgen atme ich tief Weihnachten ein. Die Zeit um den 24. nicht zu Hause zu verbringen könnte ich mir nicht vorstellen. Aber ein weiteres halbes Jahr London danach sehr gut. Die Stadt hat so viel bunten Zauber.

Den Herbstzauber habe ich in Greenwich genießen können. Mit der Y sind wir dahin gefahren und haben uns das Observatorium, das Planetarium und London von oben angesehen. Und, natürlich, den Nullmeridian. Mit dem Boot sind wir nach Fish & Chips auf der Themse zurückgefahren und haben bei Julian und Maxi noch schön gekocht.

Arbeiten tu ich aber auch brav! Habe schon 12 ½ Überstunden. Weil ich viel auf Hausbesuchen bin. Jetzt meist alleine, ohne Udo. Aber das klappt fast noch besser. Immer gibt es guten schwarzen Tee und Kekse oder sogar Kuchen und viele, viele Gespräche. Alte Menschen haben so viel zu erzählen, ich höre so gerne zu! Eigentlich ist es so, als würde man seine Großmütter besuchen. Viele Großmütter. Überall in London. So kann ich wirklich viel von der Stadt sehen, verschiedene Ecken und Viertel und typische englisch Reihenhäuser. Nur die ganzen Informationen, die auch leider nicht immer interessant sind und sich wiederholen, aufzunehmen, das wird anstrengend, wenn man fast jeden Tag unterwegs in London ist. Daher bin ich schon auch sehr froh, wenn endlich Wochenende ist und ich ein bisschen „junge Pause“ habe.

Gestern Abend beim Anglo-German-Circle habe ich einen Vortrag über meine Heimat gehalten :) es waren einige Leute mehr da als sonst, sehr interessiert an Bayern und an meinem Dirndl. Das ganz neue, übrigens, das die meisten von euch noch nicht einmal gesehen haben. Nach meiner Slideshow musste ich noch viele Fragen beantworten und Stimmen wurden laut, ich müsste einen Bayern 2 Vortrag halten. Dann können sie auch ihre vielen Fotoapparate mitnehmen (noch mit Film!). Außerdem waren viele meiner alten Freunde nicht da, deshalb ist eine Wiederholung wahrscheinlich. Frank und Peter sind beide im Urlaub, was ihnen wegen heute Abend fast leid getan hat, sagen sie ;) Die, die da waren wissen jetzt aber alles über Wolpertinger, Weißwürste und wie man sie isst, das Christkind und Altötting und Burghausen.

Dahin und auch überall wo ihr lieben Leute sonst so verstreut seid, schicke ich viel Liebe. Noch keine weihnachtliche Liebe, vielleicht seid ihr noch nicht so weit oder hasst Weihachten (:O) oder findet es ist zu früh (was es ja ist, aber die Christmas-time ist hier schon überall und man kommt nicht aus. Vor allem nicht, wenn man mit Maxi unterwegs ist „och guck mal wie schön die Lichter sind, ich mag Weihnachten, magst du auch Weihnachten? Ich will draußen im Café sitzen, Weihnachtsluft schnuppern“… ;)

Ich drifte ab, so wie Richard manchmal bei seiner Führung. Ich melde mich bald wieder, versprochen. Jetzt kriegt ihr noch Fotos um die Ohren geballert, zwecks Visualisierung.

Ihr seid toll.

eure Veronika Anna.


Halloween hat auch uns nicht ganz verschohnt. Im Lieblingspub.

Fast. Wollte eigentlich raufklettern. hm.


Take me to the candy shop!

Bunter Glitzerstaub zu meinen Füßen



Locken in Greenwich (sprich: grennitsch)


Meine Füße auf dem Nullmeridian.

Lina und Veronika blicken auf ihre schöne Stadt.

Veronika blickt auf ihre schönen Freunde. Two worlds collide. Und es klappt doch wunderbar.



"Occupy London", die englische Antwort auf die Proteste an der Wall Street. Vor der St. Paul's Kathedrale steht eine kleine Zeltstadt. Die hygienischen Bedingungen sind schlecht, ein paar Toiletten haben sie sich beschafft. Von Duschen keine Spur. Es riecht recht streng. Eigentlich wollten die Demonstranten zum Börsenviertel, wurden aber von der Polizei hierer verdrängt. Andere Organisationen haben sich die Demo zunutze gemacht. Das Ziel ist somit leider ein bisschen verfehlt.


Auf dem Brick Lane Markt findest du jegliche nationale Küche. Von Marokkanisch bis Äthiopisch bis zu Spezialitäten aus Lithauen, Myanmar, Mexico, der Türkei und viele, viele mehr.


Hallo Herbst, wie bist du schön!

Guy wird verbrannt und Lichter in den Himmel geschossen.




Windiger Besuch ;) Michael & Lisa in der tube.

Die traurige rote Ampel.


Jack the Ripper Walk. Mit Guide und der London Wall.



<3


"Eichhörnchenarmeed attackieren dich!"