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Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Neues aus Bayern II.

Typische vorwochenendliche Unterhaltungen: „Julian will feiern gehen.“ „Hm, ja eigentlich will ich schon auch. Ist ja schon bald Weihnachten.“ „Hey, ich wurde gerade von Ashley the Dread eingeladen! Er is DJ in nem Club in der Old Street. Müssen wir doch ausgehen.“ „Ja, Karo will auch feiern…“ „Ich glaub ich werd krank.“ „Ich bin so müde von gestern, lass lieber nicht feiern gehen, nächste Woche dann nochmal!“ Und am Ende kommt das dabei raus: Lina und Veronika machen sich auf den Weg zur London Bridge, zur italienischen Restaurantkette Vapiano, wo Julian arbeitet. Wir essen dort und quatschen stundenlang bis Julian endlich Feierabend macht, wir gehen einen trinken in dem einen Pub, in den vorher 50 als Weihnachtsmann verkleidete Studenten eingefallen sind (vereinzelte rot-weiß bekleidete fand man drinnen noch vor) und dann geht’s noch nach nebenan. Ins „Katzenjammers“, laut eigenen Angaben ein „authentic Bierkeller“. Ich hab so glacht :D. Es gab Maßen! Echte Maßen. Aber sie heißen hier „Stein“ und es gab Paulaner. Das wollt ich nicht, hab mir an August gekauft und dann haben wir das wilde Treiben beobachtet. Engländer, die so tun, als wären sie Deutsch. Zum totlachen! Sie umklammerten alle ihre Maß, die viel zu groß für sie alle war und jedes Mal wenn sie anstoßen riefen sie „STEEEIIIN!“, weil sie einfach denken, dass macht man so in Bayern :D nach endlosen Lachern haben wir uns in die kalte Londoner Nacht begeben. Um 3 war ich zu Hause. Das war der Plan vom „Nicht-Feiern“.

Für diejenigen, die ihn kennen, habe Jamie Hince gesehen! Frontmann der Band „The Kills“ und neuerdings auch Ehemann von Kate Moss. Er war im Hyde Park WinterWonderLand unterwegs. Das ist ein riesen Rummel hier bei mir um die Ecke, sieht aus wie beim Oktoberfest und das ist nicht zu weit hergeholt. Die Fahrgeschäfte sind nämlich die exakt selben und die Sicherheitsinstruktionen sind alle auf Deutsch und es heißt immer „Ausgang“ und „Eingang“. Dann gibt es das fast tödlich glitzernde „Alpen Hotel“ und das Bavarian Village, wo man Bratwürstl, Glühwein und bayrisches Bier kriegt zu unmöglichen Preisen. Aber das ist man hier ja schon gewohnt.

Mich beschleicht hier beim Schreiben gerade das Gefühl, London will mir Heimweh machen. Schafft es nicht, dafür mag ich es zu gerne. Aber Deutschland wird hier richtig populär. Ein Umdenken findet statt. Deutsche Kunst wird neuerdings gehyped, Gerhard Richter hat eine groß beworbene Ausstellung in der Tate Modern, im Time Out Magazine wird ständig irgendetwas hervorgehoben, das deutsche Künstler beinhaltet. Man wird beim Flohmarkt angesprochen, ob man Deutsch ist und nicht beschimpft oder skeptisch angeblickt sondern bewundert. Meine Senioren sind eigentlich das perfekte Beispiel. In jungen Jahren kamen vor allem Frauen nach London, waren dort Au-Pair für ein Jahr oder Krankenschwester, haben sich verliebt und blieben der Stadt und dem YMCA treu. Heute wie damals sitzen Engländer neben Deutschen und sie verstehen sich prächtig. Langjährige Freundschaften haben sich entwickelt, das Thema Krieg ist kein Tabu sondern wird immer mal wieder angesprochen. Man weiß, dass beide Seiten gelitten haben und versucht, beide Kulturen zu integrieren. Erfolgreich.

Mein Arbeitsleben gerät in meinen Artikeln irgendwie oft in den Hintergrund. Zurecht dieses Mal aber. Ich habe eine Woche lang im Weihnachts-Shop gesessen und Restposten vom Samstag verkauft. Es kamen nicht wirklich viele Leute, manchmal ein richtiger Ansturm, dann wieder 2 Stunden nichts und niemand. Die Leute, die aber gekauft haben, haben ordentlich zugegriffen, sodass sich das Ganze schon noch gelohnt hat. Ich war nicht alleine. Harry Potter war bei mir (bin schon beim 3. Buch jetzt!) und immer zwei oder drei Oldies. Außerdem ist PETER endlich wieder aus Australien zurück!! Juhu! Einer meiner Lieblinge. Er war ein Monat unterwegs down under, dort hat er lange gewohnt. Ab jetzt gibt es wieder Peter’s Music mit Peter himself :)

Ach und mein Adventskalender dient als idealer Countdown! Noch 10 Tage und ich fliege Richtung Heimat. Auch wenn London ein neues Zuhause ist (fühle mich mittlerweile richtig wohl und kann sagen, ich habe mich endgültig eingelebt. In die Arbeit, das Hotel, die Leute, die Freunde und die Stadt. Das tut richtig gut.), so is „dahoam einfach dahoam“ ;) in diesem Sinne, Guten Mittag!

Und, laut Statistik wird mein Blog am dritthäufigsten von Russland aus besucht. Was?







Nomnom in Brick Lane.

Hihi, ich bin der kleine Wichtl. In Aktion beim Lebkuchenverkauf. Heute darf ich naschen!!!

Liebe? Im Rough Trade Store, Brick Lane.



Jamie Hince, schrecklich verschwommen, aber wahrhaftig.



Liebe Grüße aus dem Bayrischen Dorf, mitten in London. Kirschglühwein ist lecker und weitere Fotos folgen, sobald ich sie selbst habe.

Viele Pfeffernüsse und -küsse.
Veronika <3

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