Über mich

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Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Freitag, 10. Februar 2012

Stimmung: heiter bis fröhlich, doch etwas kränklich.

Hä, wie jetzt? Alles klappt? Also, fast alles… aber doch das Meiste? Das muss erwähnt werden, das ist ungewöhnlich. Und immer mehr Möglichkeiten tun sich auf! Januar ist echt immer so ein echter Zukunftsmonat und täglich häufen sich Ideen für die Gestaltung des restlichen Jahres, ach und des Lebens. Ich könnte eine Woche Deutsch-Sprachkurs in Burnham-on-Sea geben, zum Beispiel. Oder im Sommer wieder eine Woche nach Frankreich, Taizé, fahren. Oder Bekannte in Somerset besuchen.

Aber eigentlich laber ich nur, gibt schon so einiges, was nicht klappt. Blogeinträge schreiben zum Beispiel, hat jetzt schon länger nicht mehr geklappt. Und dabei waren das Linchen und ich doch erfolgreich in Oxford unterwegs und es gäbe viel darüber zu erzählen! Das dachte sich wohl auch Lina und hat einen umfassenden Bericht verfasst, den ihr hier: http://quellederfreude.blogspot.com/2012/01/harry-und-hermine-auf-tour.html nachlesen könnt. Sie hat auch wirklich alles darin aufgeschrieben, was ich sowieso sagen wollte :)

Ja, nicht nur Studenten können faul sein und abschreiben ;)

Für euch arme Würmer aber halte ich jetzt eine Schweigeminute, ihr armen, lernenden Gelehrten, ich drücke euch die Daumen, break a leg! Wie der Engländer sagt.

Es ist tatsächlich schon einige Zeit her, als ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe, ich weiß. Schande über mich und meine Kuh. Aber jetzt wurde ich quasi dazu gezwungen, endlich mal zu schreiben. Die Langeweile ist schuld, ich kenne diesen Zustand ja so nicht, außer: genau, ich bin krank. Die Grippe hat wieder zugeschlagen, nicht zuletzt ist dafür der liebe SCHNEE verantwortlich, der die Insel letztes Wochenende heimgesucht hat. Ja, ich hab die Sensation selbst miterlebt, wie die Stadt im glitzernden Chaos versinkt. „Transport for London“ fand plötzlich komischste Ausreden, dass die U-Bahnen nicht fahren wegen mangelnder Mitarbeiter, oder Busse, die plötzlich völlig unbekannte Wege fuhren. Alles in allem aber war es doch nicht so wild und unzurechnungsfähig, wie man es in vergangenen Jahren wohl schon gesehen hat. Irgendwann (darauf liegt die Betonung) kam man dann doch zu Hause an. Am nächsten Tag war der Zauber aber leider schon wieder vorbei, Pulver wurde Matsch und damit lästig und wenig beliebt. Mittlerweile auch bei mir. Wegen den doofen süßen Flöckchen hat’s mir die Füße unter’m Boden weggerissen und ich bin auf Asphalt und Schnee gelandet. Sah wohl ziemlich lustig aus und die zwei Kratzsspuren im Gesicht lassen mich jetzt noch gefährlicher aussehen. Was lerne ich aus der Geschichte? Schnee ist gut, aber nicht in einer Stadt wie London. Ich will jetzt Frühling. Punkt.

So, vielleicht fragt ihr euch, was ich so getrieben habe, in letzter Zeit. Also diese Woche auf jedenfall nicht viel. Deshalb erzähl ich mal von den letzten Wochen, ich war mal im Kino, zum Beispiel und habe mir The Artist mit Karo und ihren Nachbarn vorführen lassen. Mein erster Stummfilm, nach ein paar Charlie Chaplin Clips, und ich muss sagen – gut geworden! Wenn er ein paar goldene Oscars einheimst, habe ich nichts dagegen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und das tollste am Kino bei Karo ist natürlich, dass man sich dort mit Eiscreme eindecken kann. Ein hoch auf „apple crumble“, „strawberry cheese cake“ und „cookie dough“ und ja, das schmeckt sogar bei eisigen Temperaturen.

Aber auch lebende Menschen haben für mich und viele Au-Pairs eine Geschichte zum Leben erweckt, mit der YMCA waren wir in „Les Miserables“. Die komplexe Erzählung von Victor Hugo auf einer Bühne in London ist das am längsten spielende Musical überhaupt. Es war unglaublich dramatisch, mit immer wiederkehrenden und daher erkennbaren Melodien, tollen Kostümen, einer langen Spielzeit, frechen kleinen Schauspielern (der war ja höchstens 12!) und natürlich einer Liebesgeschichte neben viel Leid und Tod durch eine gewisse Französische Revolution.

Dann hat uns die liebe BBC noch einen Einblick hinter ihre Tore gewährt, zwei junge Guides, die glaube ich, keine wirkliche Lust hatten eine Horde Au-Pairs durch ihr Reich zu führen (und das auch noch viel zu früh am Samstagmorgen), haben uns gezeigt wo TV-Shows gedreht werden, wo die News aus aller Welt verarbeitet werden, wie das Wetter gemacht wird (zumindest auf’m Schirm), was im Green Room so mit Stars abläuft und wie ein Studio leer aussieht. War doch ganz spannend, die Reise ins TV-Land, immerhin speist dieser Sender 3 mal mehr Menschen mit News als die CNN, der nächstgrößte Konkurrent der BBC. und ich habe sogar ein Bild mit Doctor Who.

Oh und ich habe auch einen Scrabble Abend hinter mir, den ich mit einem Sieg beenden konnte ;) Wobei, ich war schon stolz, immerhin war es ein Englisches Scrabble und ich habe gegen zwei Native Speakers gewonnen ;)

Der British Library haben wir endlich auch einen Besuch abgestattet. Sie steht neben dem King’s Cross & St. Pancras Bahnhof und sieht so neu aus wie sie ist. 1997 von der Queen persönlich geöffnet finden dort arme Studenten Wissen und Zuflucht und W-Lan und neugierige Touris, so wie wir sie mal wieder gespielt haben, finden dort uralte Drucke (eine Gutenberg-Bibel war dabei und eine ganze Menge asiatischer und andere östliche Schriften), die blaue Mauritius und anderen Kram. Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt noch mehr zu erzählen aber ich will eure Aufmerksamkeit mal nicht überstrapazieren und im Moment fällt mir auch nicht mehr ein.

Zum Schluss möchte ich mich in aller Form bei denen entschuldigen, die sich persönlich beleidigt gefühlt haben bei meinem riesen, drastischen Fehler, dass ich Wembley und Wimbledon verwechselt habe. Aber wisst ihr was? Seid doch mal froh, dass ich als Sportmuffel solche Namen überhaupt kenne ;)

Oh und das ist jetzt alles schön viel Text, weil ich so lange einfach keine Muse zum Schreiben hatte und dafür fehlen Fotos. Warum? Weil ich andauernd meine Kamera vergessen habe, oder nicht mehr wusste wo sie sich genau befindet und zeitweise glaubte ich hätte sie verloren, oder weil ich ihre Anwesenheit in meiner Tasche vergaß. Jedenfalls werde ich ein paar Fotos nachreichen, da die liebe Lina natürlich an ihr schönes Stück gedacht hat und somit bleibt nicht jedes meiner Erlebnisse undokumentiert, puh :)


Mit vereinten Kräften gegen die Grippe! United we stand ;)

Die Grapefruit perfekt geschält und gehäutet, wie von der lieben Oma gelernt eben :)

Frühling will, aber kann noch nicht so richtig :/

Zeit schön verschwenden, irgendwo an der Brick Lane, undefinierter arabisch/orientaliser Tee/Kaffe-Laden

Der täglich gleich aussehende Hinterhof mal anders, mit Zuckerdecke.


Viele warme Gedanken an alle kalten Ecken der verschiedensten Länder schick ich euch!

Sagt den Bakterien den Kampf an!

:)

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