Über mich

Mein Bild
Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Freitag, 14. September 2012

Der Blogeintrag, den ich nie schrieb.

Doch, ja. Es hat lange gedauert. Ich habe viel herumüberlegt, was ich sagen soll in meinem letzten Londonblog. Aber so direkt die richtigen Worte finde ich nicht. Mittlerweile wirkt die Zeit in England wie ein Traum. Ich kann es gar nicht richtig begreifen, dass ich dort war. Für ein ganzes Jahr! Und wenn grad auch kein Beweis dafür in der Nähe ist, sowas wie ein Foto, ein Buch, oder die vielen Klamotten, dann muss ich mir durch Erinnerungen ins Gedächtnis rufen, dass ich es nicht alles erträumt habe. Fotos helfen wirklich gut dabei. Ich habe sie aussortiert und ganz Wenige davon drucken lassen. 500 Stück. Und ich bleibe dabei, es sind Wenige.
Bald geht das neue Abenteuer für mich los, es heißt studieren in Dresden. Ehrlich gesagt bin ich richtig gespannt, minimal motiviert und noch nicht mal richtig am Planen. 2 Wochen hab ich noch über, reicht ja.
Ein Versprechen habe ich euch noch gegeben, dass ich meine Lieblingsplätze, - orte und - dinge verraten werde. Alors, hier sind sie!



·         Lieblings-Park: Richmond oder Regent’s Park. Beim 1. kann man echtes Wildlife gucken machen – da gibt’s Rehe und Hirsche natürlich vor allem abends zu bewundern. An den 2. grenzt der Zoo – Pinguine kann man unter anderem leicht sehen und er ist sehr hübsch. Manchmal war er mir fast zu kitschig. „Mein Garten“ Hyde Park & Kensington Gardens ist trotzdem der Park meiner Wahl. Ein Stückchen Heimat.
·         Lieblings-Aussicht: Vom Primrose Hill auf die City, der Teil gehört noch zum Regents Park. Oder: Greenwich Park, oben vom Nullmeridian aus, auch auf die Stadt, dieses Mal von Osten, vor allem bei blauem Himmel ist die Aussicht da beeindruckend.
·         Lieblings-Restaurant: definitiv eines von den orientalischen im East End, punjabi Essen (indisch/bangladeschi/pakistanisch) wie zum Beispiel das Zaza’s Grill nahe der Whitechapel Tube Station.
·         Lieblings-Museum: Natural History Museum. Dort gibt es jedes Jahr (so November bis März) die Wildlife Photography Exhibition, die ist definitiv empfehlenswert, unglaublich schöne, beeindruckende Bilder und auch sonst sehr schön gestaltet sind die Dauerausstellungen dort, in dem wunderschönen, riesigen Gebäude.
·         Lieblings-Gallerie: National Portrait Gallery. Finest art. Sehr, sehr schöne Bilder teilweise. Dort könnte ich Stundenlang bleiben. Vor allem bei den Portrait-Award Ausstellungen, die immer wieder abwechseln. Als große Kunstliebhaberin fühle ich mich dort immer inspiriert (oder eingeschüchtert, je nachdem).
·         Lieblings-Shop: Pull & Bear. Einfach mal reingehen wenn ihr hier seid, werdet wissen wieso.
·         Lieblings-Viertel: der Norden in general! Schön ruhig, viel roter Backstein und weiß umrahmte Fenster, dazu viel Grün und viel Platz. Nicht besonders billig aber sollte ich mal nach London wieder kommen wollen, würde ich gerne da wohnen. In der Gegend um Finchley Road/Swiss Cottage.
·         Lieblings-Markt: Columbia Road Flower Market – machen einfach gute Laune, so viele Blümchen am Sonntagmorgen. Außerdem gibt’s dort noch viele niedliche Läden und Cafés und er ist auch so nahe am bunten, hipster Bricklane Markt, man kann zu Fuß locker hinlaufen und Essen aus aller Welt probieren und in Vintageständen und kreativen Deko- und Klamottenideen vorbeischlendern.
·         Lieblings-Costa: der in Brixton, schräg gegenüber de Tubestation  – schöne Szene, kinder- und familienfreundlich und schöne Sitzplätze versteckt hinter dem Counter.
·         Lieblings-Cafékette: Costa, wo wir grad dabei sind – bestes Getränk ist der Mocha und im Sommer die vielen Fruit Coolers, vor allem der Himbeer-Orange hat es mir angetan.
·         Lieblings-Café: die Crêperie bei der South Kensington Tube Station (Richtung Exhibition Road) relativ preisgünstig für die Lage, tolle Auswahl, französische KellnerInnen.
·         Lieblings-Pub: The Portobello Gold in Notting Hill – die beste Musik, freundliches, gutaussehendes Barpersonal, wunderschönes Inventar, bester Cider und tolle Speisekarte!
·         Lieblings-Getränk: Snakebite. Hände weg von echt englischem Bier, das ist Ale. Wärmer als normales Bier, weniger Kohlensäure und der Schaum wird ja traditionell abgemacht. Schmeckt alles lack!
·         Lieblings-Süßigkeit: Riegel – Galaxy, das ist hundert mal zartschmelzender als Milka und zergeht einfach auf der  Zunge. Scones sind das beste Gebäck, traditionell mit clotted cream (cremige, zuckrige Milchangelegenheit) und Marmelade serviert.
·         Lieblings-Tagesausflug: Bath – der schöne Sandstein passt toll zusammen, die ganze Stadt wirkt chaotisch und gleichzeitig durchdacht und hat seinen ganz eigenen Charme, sogar bei weniger gutem Wetter.
·         Lieblings-Bahnhof: vom Aussehen her St. Pancras International, einfach ein wunderschönes Gebäude. Das ist genau neben dem King’s Cross Bahnhof. Aber meiner Meinung nach hätte Harry von St. Pancras aus fahren sollen. Sieht nämlich auch ein bisschen nach Hogwarts nur mit rotem Backstein aus. Und von innen her und vom Leben mag ich definitiv meinen Heimatbahnhof, Paddington Station am liebsten. Da bin ich manchmal einfach im Café gesessen und hab den durchströmenden Massen zugesehen. Abgehetzte Businessmänner und –frauen, 8-Kind-Familien, Pärchen, alte Omis, Jungesellenabschiedgruppen, Schaffner, Piloten, Touristen und eine Frau mit einem echten (!) Falken auf dem Arm. Ach und eine Paddingtonbär-Statue steht dort in Bronze gegossen an der Treppe und sieht knuddelig aus.
·         Lieblings-Tube-Station: Baker-Street, die erste überhaupt in London und somit älteste. Auf einigen Wänden sind menschengroße Sherlock Holmes Köpfe mit Mütze und Pfeife zu sehen. Wenn man dann noch genauer hinsieht merkt man, dass der Kopf aus vielen der gleichen Köpfen nur eben in ganz klein bestehen.
·         Lieblings-Einkaufszentrum: das neue Westfield in Stratford, hat erst letzten Herbst eröffnet wegen den Olympischen Spielen und da gibt’s nun wirklich alles. Und es ist riesig, aber schön offen also hell mit all den schönen Klamottenläden, die man an London so schätzt. Ins Kino kann man Ben&Jerry’s Eiscreme mitnehmen, darunter ist die Food Hall mit Essen aus aller Herren Länder. Und: einen Olympiaaussichtspunkt, von dem man das Stadium und die große begehbare Skulptur „Orbit“ sehen kann. Die wurde übrigens von Anish Kapoor designt.
·         Lieblings-Kino: The Gate Cinema in Notting Hill. Wer’s kennt, das ist ein bisschen so wie das Anker in Burghausen, leider nicht ganz billig.
·         Lieblings-Supermarkt: Waitrose. Bringt das ultimative Shopping-Erlebnis. Schöne Produkte, schön aufgestellt, schöne Gerüche, sauber, freundliche Mitarbeiter die mitdenken. Ach, ich mag’s dort. (Zum Vergleich: ist wie Edeka nur noch schöner :D aber leider nicht der Billigste, natürlich.)

Ich vermisse London. Ich komme bald wieder dahin zurück. Ich vermisse meine Oldies so sehr. Ich würde einfach so gerne wieder mit ihnen in Ruhe quatschen, fragen wo sie im Sommerurlaub waren und mit ihnen lachen und scherzen und von dem ein oder anderen geknuddelt werden. Und meine London-Leute fehlen mir auch. Aber ich hab das mal als Tipp einer Freundin gesagt: Vermissen ist etwas Gutes. Es heißt ja, dass man dann eine schöne Zeit hatte und man kann immer zurückdenken und davon träumen.

Ich wünsch euch eine gute Zeit! Das war's soweit. Vielleicht, ja vielleicht packt mich mal wieder das lange Reisefieber und ich mache nochmal so etwas, ein Auslandssemester oder Ähnliches und dann könnt ihr wieder daran teilhaben, wenn ihr wollt.
Danke für's Lesen meine Lieben :))
:*

Freitag, 27. Juli 2012

Getting closer


Die Tage werden gezählt, alles rückt näher. Ich rücke bald ab. Jemand rückt im September auf.
Wenn mich jemand jetzt frägt, wie’s mir gefühlsmäßig so geht, lach ich mal kurz hysterisch, werde dann ganz ernst, krieg traurige Kulleraugen, mach diese dann zu und sag wie so oft wiederholt: „Ach weißt du, rauf und runter. Das ist alles SO komisch und unbegreiflich. Ich weiß zwar, dass ich gehe aber ich realisiere es echt noch nicht.“ Das ist auch die einzige Beschreibung die ich hab. Werdet ihr verstehn wenn ich erzähl, dass zum Beispiel heute mein allerallerallerletzter Arbeitstag war in der Y. Gemütliches Brunchen mit den Mädls vom Office. Mein Chef ist schon unterwegs in den Urlaub, da habe ich mich gestern verabschiedet. Beim großen bunten Abend. Meinenm Abend. Farewell Evening, Veronika is leaving us. So viele Mitglieder waren gekommen! Nur um mir noch einmal alles Gute für die Zukunft zu wünschen, zu fragen wie’s weiter geht und zu erfahren, was ich denn so alles gemacht habe in meinen 11 Monaten Freiwilligendienst in London. So viel sei gesagt – eine ganze verdammte Menge. Ich habe Fotos rausgesucht von meinen Reisen, den Events mit den Oldies, meine Entdeckungen in London und erzählt hab ich einfach ein bisschen. Vor so vielen Leuten und ich hatte mir keine Notizen gemacht, hatte nicht mit so vielen gerechnet. Auch nicht mit so vielen Abschiedsgeschenken (meine Tassenanzahl hat sich mit 2 neuen Exemplaren dieses Jahr auf ganze 6 erhöht, haha). War einfach überwältigend. Vor allem das Gedicht, das eine von den lieben Damen für mich verfasst hat. EIN GEDICHT! Nur für und über mich! Ich wusste gar nicht wohin mit so viel Wärme, draußen war’s ja auch so heiß, haha. Mein weinendes Auge überwiegt grad mächtig. Ich will nicht gehen. Wisst ihr was ich heute mach?? Einfach mal ein bisschen Paolo Nutini und Snow Patrol live im Hyde Park hören, wegen der Olympia Eröffnungsfeier, die ist nämlich heute. Außerhalb der Absperrung zwar weil 60 Pfund Tickets waren mir zu teuer. Aber wie großartig ist das denn? Sonntag seh ich dann gratis Scouting for Girls und am Montag, eh Standard, hab ich Tickets für Eddie Vedder + Special Guest: Glen Hansard. Ungefähr gut oder was? Das ist das lachende Auge, falls ihr das nicht gemerkt haben solltet. Das ist auch noch da. Freut sich schon auf daheim und auf die letzten Tage in London. Ist auch echt sauschönes Wetter grad und alles ist irgendwie aufregend, gestern habe ich nämlich auch die Olympische Fackel gesehen, ist 1 Minute von meiner Haustür entfernt vorbeigelaufen, das ist eine wie man so schön sagt „once in a lifetime experience“. Davon hab ich eh überdurchschnittlich viele gemacht in dem Jahr. Aber vom Resumé sehe ich noch ab. Das mach ich vielleicht irgendwann mal wenn ich die ganzen tausenden Fotos entwickeln lasse. Von der Woche kann ich euch noch erzählen. Hatte frei am Mittwoch und mir Karten besorgt um einen weiteren Kindheitstraum zu erfüllen: Lion King, das originale Musical in London gucken. Es ist so toll, wie es sich anhört. PunktAusEnde. Nicht billig, aber ich habe mir das gegönnt, es musste sein. Davor war ich noch in der OXO-Gallerie, die haben grad eine wunderbare CD-Cover Ausstellung von Storm Thorgerson (der Name eine Legende!). hat die Bilder zu Puzzle oder Only Revolutions von Biffy Clyro gemacht und viele von Muse, The Cranberries, Pink Floyd, Led Zeppelin und so weiter und so fort. Große Namen, meine Freunde! Das Ganze war sogar umsonst. Genauso wie der Kaffee auf der Dachterrasse des Southbank National Theater Centers. Standard, oder? Zwei Lieblinge meiner Hausbesuche habe ich noch ein letztes Mal beehrt. Herr K. hat mich mal wieder viel zu viel verwöhnt und die schönsten  5 Penguinbook Sammelbücher der Welt geschenkt. Ihn werde ich sehr vermissen.
Und so einige andere Persönlichkeiten, die ich hier kennenlernen durfte. Und Orte, die ich sehen konnte. Meine Lieblingsliste ist noch nicht ganz fertig. Ich glaube, die wird mein letzter Eintrag, bevor ich gehe. Noch 4 mal aufwachen und ich bin am Münchner Flughafen, weil das (ganz sicher!) alles klappt in Heathrow am Dienstag. Muss ja.
England, London, Y, Olympia und liebe Menschen hier verlassen muss ja auch.





 
Die Uniform der Olympia-Helfer, wie erwähnt im letzten Blog. Hier ein sneaky picture.

Sonne und top Aussicht genießen, gratis, nämlich.

Kaffee gab's ja auch noch dazu :*

Queen says "hi", still. + braune Drecksbrühe aka Themse

Da, das blaue ist so ein Olympisches Fahrzeug. Gibt's auch in pink, grün, gelb... you name it.

Facköl bei the Swan (na, freust dich Papa? Dein Lieblingspub ;)


Aufgeregt wie die kleinen Kinder neben mir :))

Sonntag, 22. Juli 2012

Getting ready!


Sich bereitmachen…
… für Olympia (London) und … für die Abreise (ich). „Merkt man schon was von Olympia?“ werd ich schon oft gefragt von vielen Leuten. JA, man! Wie? Da ist zum Beispiel die konstante E-Mail-Erinnerung von Transport for London „get ahead oft he games“. Die Message: bleibt zu Hause, Londoner, wenn Olympia zu euch kommt (welch Ehre). Viele Hotspots werden kaum mehr zu betreten sein zu der Zeit, geht nicht raus, guckt die Spiele im Fernsehen. Super einladend. Dann gibt es jetzt überall in den U-Bahnen Werbung in der schönen Farbe pink. Zeigt, wohin man muss um was zu sehen Hyde Park, Olympia Park und so fort. Das Gleiche gibt’s auch auf den Straßen. Oh, und bunte Flaggen!
Für Autofahrer interessant sind die Games Lines. Das sind Straßenspuren, die nur für Fahrzeuge die wichtig für die Spiele sind fahren dürfen ab Mittwoch. Da gibt’s spezielle BMWs die sind schön bunt angemalt mit dem Olympia-Logo.
Im Westfield Shopping Center war ich auch noch einmal am Freitag. Weil nächste Woche klappt das nicht mehr. Das ist nämlich genau neben dem neuen Olympiastadion. Überall laufen da die Volunteers rum. Sie sind leicht zu erkennen an ihrer lila/roten Einheitskleidung. Sogar Taschen sind da dabei, Uhren, Schuhe und auch Socken! Was Spannendes hab ich auch noch gesehen: Mitglieder des Olympiateams aus Island nämlich :D
Jeder, der was von seinem Produkt hält, wirbt mit Olympia, naturally. Mit emotionaler Musik und schönen Frauen und Kindern, die den Tränen nahe dem Team GB zujubeln.
Die royale Familie ist übrigens auch Teil des Team GBs, ja, auch die Queen. Vor ihrem Sommersitz in Greenwich wird übrigens auch grad die Pferderennbahn aufgebaut. So kann sie vom Wohnzimmer aus live dabei sein, quasi. Pferdesport ist nämlich ihr Lieblingssport.
Falls jemand von euch einen London-Besuch geplant hat in nächster Zeit: zum Horseguard-Tor auf dem Weg vom Buckingham Palace zum Big Ben kommt ihr nicht mehr. Da steht nämlich jetzt plötzlich ein temporärer Beachvolleyballplatz.
Ist aber auch schon einiges schief gelaufen. Habt ihr vielleicht auch schon in den Nachrichten gehört. Mit zu wenig Sicherheitskräften der Firma G4S, da muss jetzt die Armee einspringen und so weiter. Wettermäßig: sieht eher düster aus für das Sportevent. Diese Woche ist allerdings ähm supergut. NUR SONNE! Ich bin voll mit Euphorie deshalb. Kam grad nach Hause von einem superschönen Tag mit Caroline in Brick Lane. Ich hab bye-bye East End gesagt und ihr diesen großartigen Ort gezeigt. Wir haben was gekauft. Ich hab mir auf die Finger geklopft. Aber der Mann der Tee verkauft ist immer so nett. Und der Tee riecht unglaublich und heißt „Wanderlust“ – hallo? Den muss man doch haben.
Auch so besuche ich noch ein letztes Mal meine Lieblingsorte. Bald bring ich einen Blogeintrag raus, wo ich all meine Lieblingsplätze in dieser hinreißenden Stadt auflisten werde, seid gespannt. Könnt ihr euch dann merken, falls ihr Londi mal besuchen wollt.
Ach, ich war also nochmal im Natural History Museum, bei Waitrose, bei Whole Foods (ja, ich find Supermärkte ziemlich gut…), hatte BBQ  bei Jörn mit Karo, Ulla und Livia, war im Westfield, hüpf ‘ne Runde im Hyde Park spazieren, Picknicks machen mit Au-Pairs, National Portrait Gallery noch einmal besucht (neue Exhibition!) und endlich mal beim Prime Minister hallo gesagt.
Jetzt sitze ich auf meinem Londonbett, das Londonfenster ist auf im Londonzimmer und die Londonluft weht Londongeschwätz und eine angenehm warme Londonbrise herein. Gerade war ich wie fast jeden Tag im Hotel-Flügel duschen nach einer Runde im Hyde Park auf der Decke liegen, Hörspiel hören und verträumt in den blauen Himmel gucken. Kann schon sehr herrlich sein hier, in meiner Zweitheimat. Es wird mir definitiv fehlen. Abschiednehmen ist traurig und schade und ich bin richtig schlecht darin. Aber es muss sein und so mach ich mich bereit für einen weiteren Goodbye-Hausbesuch morgen. Noch vier Tage arbeiten und vier Tage frei und dann ist der Abflugtag da.
Paket Nummer 1 ist schon unterwegs nach Hause, das 2. wird gerade gepackt und Vieles aussortiert. Es wird Zeit.
Liebe Grüße an euch liebe Leser, danke für's durchhalten bisher, bald ist's ja geschafft, haha.

Now would you look at THAT! Gebührende Verabschiedung, England, thank you very much indeed.

You never know what you find on a day out in London. Spontan einer Militärsparade beigewohnt.

Kennen sie diese Tür? Aus dem Fernsehen? Da wohnt D. Cameron, jenau. Downing Street Nr. 10

National Portrait Gallery, du absolut schöner Ort.

So sehen Oxford/Regents/Piccadilly Street im Moment aus. Alle teilnehmenden Olympia-Länder. PS: bewusst hab ich das Bild gewählt ;)

Is das nicht gut?

:D damit ihr auch was lernt!

Bauarbeiten mit Blumen, also mit Stil (geht nur im Nobelviertel Kensington & Chelsea)

Busses and Trucks are too mainstream - this route is so alternative, it's already Hipster!

Jetzt sagt nicht, das sieht nicht lecker aus! Das gibt's bei EAT. und es sind "Waldbeeren" in Gelee mit Holundergeschmack. Fruchtig frisch, milchfrei gut.

Prost, das'd Gurgel ned verrost :D

an der Brick Lane

Süße Omis tragen alle rote Hüte vorm 2. besten Bagel-Shop der Stadt.

Fensterputzen mit Stil - im East End.

Vielbeschriebene Olympia-Fahrstrecke. Busse dürfen die aber auch benutzen.


und jetzt noch was zur allgemeinen Belustigung: das Rudel als alte Omis. Das kann man im Science Museum ausprobieren. Knöpfe drücken! Das ist was für Kindsköpfe.




Montag, 9. Juli 2012

Wenn nachts die Gedanken kreisen.


Ich bin eingezwängt. Eingezwängt zwischen sofort zu Hause sein und eigentlich gar nicht gehen wollen. Es wird einfach aber Zeit, dass ich heimkehre. In die Heimat, die eine solche für 20 Jahre lang war. Denn ich bereite mich seit über zwei Monaten darauf vor zu gehen. Der Augenblick dafür soll endlich anfangen. Ich bin bereit. Ich hab meine Liste von oben nach unten durchgearbeitet. Die in meinem Kopf nämlich. Habe meine großen Vorhaben abgehakt und weitergesucht nach neuen Abenteuern und Ideen.

Ich habe die Zeit, die ich hier geschenkt bekommen habe, ausgenutzt und dabei nicht das Träumen und Faulenzen und vor allem Genießen vergessen. Vroni, du Genießerin, sagt Lena zu mir. Und mal wieder hat sie genau die richtige Beschreibung für mich getroffen.

Egal zu welchem Ort das Leben mich führt, ich kann ihn genießen, ihn und den Augenblick. Ich kann ihn einatmen und aufnehmen. Die Augen schließen und ihn festhalten und mir denken, ja, sollte ich einmal wieder über diese Erinnerung stolpern werde ich noch genau wissen, wie es sich angefühlt hat.

Ich mach auch jetzt noch sehr schöne Unternehmungen, wirklich. Aber irgendwie ist die Luft raus. Ich bin ständig drauf und dran Sachen zum letzten Mal zu machen. Von manchen weiß ich es wohl nicht einmal. Wohl wache ich irgendwann mal nachts schweißgebadet auf und denke, mist! dahin wolltest du noch (und nicht etwa, weil zu Hause ein großartiger Sommer angesagt ist).

Aber dann ist da der Gedanke, der sofort angeboten wird: du kannst ja wieder kommen. Und das kann ich tatsächlich. Ich kenne die Stadt. Ein Jahr ist genug dafür. Nicht endgültig, aber eben erst mal.  Wie gerne würde ich an vielen Orten für ein paar Monate bleiben können, um sie ganz und gar kennen zu lernen. Eine Woche oder gar nur ein Wochenende Urlaub ist gar nicht genug.

Irgendwann packt mich das Reisefieber aber immer und ich muss los. Doch im Moment will ich eigentlich nur ankommen. Weil es sich anbahnt und abzeichnet und es sich mittlerweile eher mühevoll anfühlt, auch wenn es Spaß macht hier zu sein.

Die Tage fliegen nur so dahin, seitdem ich nach Irland geflogen bin noch schneller als zuvor. Sicher, wenn ich dann zu Hause bin werde ich denken, ach, so ein paar Wochen mehr hätten nicht geschadet. Aber das ist ok. Das heißt dann ja, es war ein gutes Jahr. Und das war es wirklich. Unglaublich, eigentlich, dass ich wirklich das gemacht habe, was ich mir erträumt hatte. Ich hab es einfach angepackt und wahr gemacht. Es ist gut zu wissen, dass ich das kann. Das werde ich mir merken und später wieder benutzen. Gegen oder für mich selbst. Genauso wie die anderen vielen Dinge, die ich gelernt, kennenglernt habe.

Man hört das ja so oft und wiederholt es selbst ständig. So ein Gap-Year prägt, es formt, es zeigt dir Grenzen und Stärken und Schwächen verändern sich oder zeichnen sich tiefer ab. Man beschäftigt sich mit sich selbst, mit seinem neuen selbst, mit einer neuen Umgebung und neuen Situationen. Das klingt abgedroschen und wie Dinge, die man eben sagen muss, weil das ein gesellschaftliches Faktum ist. Aber manchmal ist es eben genau das, die Wahrheit.

Jetzt lege ich dann doch wieder meinen müden Kopf aufs Kissen, der trotzdem nicht richtig schlafen wollte. Zu viele Gedanken kreisen darin und der einzige Weg sie zum Stillstand zu bringen ist anzukommen. Dann kann ich wieder ruhig schlafen und die Heimat genießen. Ich weiß noch genau, wie die sich anfühlt…
Sommer dahoam.

Samstag, 7. Juli 2012

"That's as real as it can get."

 Das sagte der Vater eines kleinen, aufgeregten Mädchens hinter uns im Bus der ins Wunderland führt. Zu den Harry Potter Tour Studios. Dachte ich doch, das würde ich nicht mehr schaffen, aber da irre ich mich gerne. Lisa und Lisa eingepackt und auf, die Reise wagen. Mit dem Zug bis Watford und von da den Bus genommen. Wir haben ALLES gesehen. Die ganzen vielen schönen Sets, die unsere Imagination beflügelt haben über Jahre hinweg. Unsere 11-jährigen Ichs waren nicht mehr so glücklich seit... ähm, wussten wir nicht. Ich merke schon beim schreiben, ich bin wortfaul heute. Also guckt die Bilder an, hat sich ja wieder einiges angehäuft. Falls ihr jetzt ein sentimentales zur Abreise bereites Statement finden wolltet - nö. Gibt's nicht. Noch nicht, anyway.

Hühner mitten im Hyde Park...
Matty ist glücklich mit seiner Geburtstagsbreze und echtem "Bavarian Beer"

Werbung für Bayern als Urlaubsziel an der Bayswater Road :D da hört man das Klischee förmlich jodeln...

Der mit Abstand kitschigste Diamond Jubilee shop ist natürlich in meiner Straße ;) Antiquitäten gehören einfach zusammen, haha.

Ab da waren sie hier, meine lieben gleichnamigen Rudelmitglieder <3. 1. Location: Abbey Road + Studios!

Yoko Ono von der andern Seite :D (auf dem anderen Abbey Road Fußgängerstreifen hätten wir uns fast ne halbe Stunde anstellen müssen ;)

Piknick auf dem Primrose Hill, denn jeder seltene Sonnentag muss und will genutzt werden!

Dann am Zoo (haben Pingus gesehen!) vorbei zum Regent's Park und dann zum Beatles Shop um den Beatles Tag schön abzurunden (in dem Park hat Paul früher gern seinen Hund ausgeführt, erzählte einer meiner Oldies)

Sonntag ist Markttag. Erst zum Columbia Road Flower Market, hach, er ist einfach immer noch so schön.


Passend zum Thema!


Wandermusiker, verrücktes Duo.

Knock, knock, it's Mr. Fox. (Nee Lina, wir sind nicht zu dir gefahren, das ist der Fuchs an der Tür in der Columbia Road, hihi)


Hipster-Olympia, natürlich im Hipster-Nest Brick Lane geknippst.


Lieblingsgraffiti in Shoreditch, der Igel.

Schön zu sehen, dass die "Public Instruments", hier ein Klavier, auch tatsächlich von Passanten genutzt werden. Der konnte aber wirklich gut spielen. Irgendwo ist auch noch eine Gitarre aufgestellt und bei der Bank tube station hab ich auch noch ein Klavier gesehen. Also wer sein Instrument vermisst und üben will: die Öffentlichkeit wird es danken ;)

Fun. With. Flags. Ohne Sheldon. Das ist Regent's Street im Moment. Wir waren nämlich bei Hamleys, dem Toy Store. Haben einem Mann zugesehen, der konnte echt zaubern, eine riesen Tüte Süßigkeiten gekauft und Lisa hat einen Luftballon gekriegt. Und wäre das nicht schon genug Kindheitsspaß: Die große Reise steht an! Lisa U. hatte davon keine Ahnung :D weil Lisa K. und ich einfach gemein sind und ihr lauter Schwindeleien aufgetischt haben, wohin es denn geht :D aber das Resultat waren 3 glückliche kleine Mädchen, die sich das Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht waschen konnten. Und wenn ich jetzt grad an den Wundertag denke, dann lächle ich schon wieder doof vor mich hin :)
So ein gaaaanz klein bisschen aufgeregt ;)


"Welcome to Hogwarts" - Prof. McGonagall

Gryffindor Boys Dormitory

Lisa U: "Uii, Veronika was siehst du, wenn du in den Spiegel Nerhegeb (Spiegel der sehnlichen Wünsche) blickst??" Veronika lächelt blöd. Lisa's lachen mit. Kitschig, wissen wir. Aber es ist Liebe.
Honeydukes!!!

You might recognize one or the other item here...!!!

Unser aller Lieblingskerker

& the do move!

Unsere persönliche Ginny Weasley im Fuchsbau, awww :)

Yup, dat gargoyle. Wer Spaß will: gargoyle bei leo.org eingeben und die lange deutsche Übersetzung aus dem Englischen anhören :D

Dumbledore's Büro. Er lebt doch noch, Gott sei Dank.



Spacko-Spaß im Private Drive

Niemals eine Frau ans Steuer eines fliegenden Autos lassen, bitte. "Da sind Knöpfe schau, wir können Knöpfe drücken!" Ach und ja, es ist rechtsgesteuert ;)

I was in freaking Diagon Alley!!

Hmmmmm Kunst ;D

"Miniatur" Hogwarts, war immer noch größer als man selbst. Hach ja...

Mr. Ollivander's Laden für Zauberstäbe. An allen vier Wänden waren auf die kleinen Kästen die Namen aller an den 8 Filmen beteiligten geschrieben... krasses Pferd. Die Tour erklärt außerdem viele Special Effects und wie all die faszinierenden eben-nicht-Lebewesen zum Leben erweckt wurden und wie das mit Filmen überhaupt so funktioniert.

Auch dem natürlich überteuerten Shop haben wir durchgesehen. Nicht gekauft haben wir die Quidditsch-Umhänge, waren wir doch sehr versucht. Slytherin und Ravenclaw in trauter Eintracht. Ein trauriges Erlebnis: Beim Ausgang sagt die Mitarbeiterin "Are you really finished? You can't go back once you're out." oooh :( bei unseren Gesichtern hat sie sich dann entschuldigt und schmunzelnd gemeint, das müsse sie jedem sagen der rauskommt ;)
Aaaaand we also did this! Das kann ich auch von der To-Do-Liste streichen! Tip: macht das abends/nachts, es lohnt sich definitiv (schon teuer mit 19 Pfund, aber Harry Potter Land war nicht weniger und beides war mehr als jeden Penny wert!) außerdem war vorher eine 4D experience gratis dabei mit Wind und Seifenblasen ;)

Möglicherweise habt ihr das schon gehört oder wart selbst dabei. Die "spektakuläre" Lasershow. Wir haben nur zufällig den Tag so gewählt um dieses, ähm, Rieesenereignis live mitzuerleben in der großen Glaskapsel.


Schon schön, meine Stadt. Schade eigentlich, wo wir uns so gut aneinander gewöhnt haben, dass ich bald schon wieder gehe...

Gloomy Parliament.
Gruß und Kuss von den Schnecken!
Die Fotos sind größtenteils übrigens nicht von mir. Aber mit 3 vorhandenen Kameras konnte ich mir den Luxus leisten, nicht selbst zu knippsen. Also danke an Lisa und Lisa dafür, ne? Sie sind übrigens schon wieder zu Hause, die zwei Hühner. Schon doof, weil wir so viel erlebt haben und ich hätte gerne so weiter machen können bis zum Ende des Julis. Aber ich muss doch auch wieder was tun für mein Geld, haha. Wie z.B. mein letztes Lo-Co ausführen, das war gestern. Punjabi Essengehen in Whitechapel. Oder nächste Woche Heidi's BBQ, also grillen bei Heidi wo um die 80 Leute erwartet werden. Abschiedspiknick mit den Au-Pairs am Donnerstag, letztes Konzert war am Mittwoch mit der sexy Jazzband die ich am Anfang schon mal sah. Da fällt mir ein: nicht "I open at the close" sondern "I close like I open". Mit diesen schlecht veränderten Worten von J. K. Rowling verschwinde ich in die Nacht. Ohren steif halten ihr Tiger. Sommer kommt. Die lieben deutschen Leser sind sich da sicher. Hier in England sagt man, die warme Woche im Mai war unser Sommer ;) womit sie recht haben könnten, denn der Wetterbericht sagt soweit er reicht nur Regen, Regen und Regen voraus. Aber das ist ok. England darf das, damit die viel zu vielen Touristen die mittlerweile eintrudeln auch schön über das englische Wetter wettern können. Was anderes haben sie eh nicht erwartet.