Über mich

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Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Montag, 5. Dezember 2011

Die Zeit fliegt wie ein Weihnachtsengel.

Sie lebt jetzt in Schottland und haut mich von da aus erst mal um. Ein Mädchen, das ich von meinem Ausreiseseminar in Würzburg kenne schrieb heute, dass wir jetzt im Dezember bald alle 4 Monate im Ausland unterwegs wären, und dass dies ja schon ein Drittel von unserem einmaligen Jahr hier wäre. Ach quatsch denke ich mir, schüttle den Kopf und zähle nach: September, Oktober, November, Dezember. Oh, wow. Tatsächlich. Wann ist das denn passiert? Vielleicht sollte ich meinen Text mal ändern, den ich allen neugierigen Fragern herunterrattere: „Seit knapp 2 Monaten bin ich schon hier!“ so geht der. Habe ihn bis jetzt konsequent benutzt. Außerdem krabble ich jetzt nur noch 2 Montage lang vom Wochenende müde aus meinem weichen Bettchen. Denn dann, oh ja, dann wache ich 10 Tage lang im alfransederischen Traumbettlein auf (wahlweise auch wo anders, in München mal und in Haiming vielleicht ). Und darauf freue ich mich schon riesig! Weihnachten mit der Familie am 24. und die große Runde bei Opa am 26.! Und Silvester mit den Mädls, die glücklicherweise ALLE nach Hause kommen, von wo auch immer sie aus der Welt einfliegen müssen. Für all diese schönen Momente und Tage lohnt es sich definitiv, die große, glitzernde Stadt zu verlassen und ich komme ja wieder. Für zwei weitere Drittel.

Ich bin heute besonders müde, weil die letzte Woche ja uranstrengend war. Der Weihnachtsmarkt am Samstag war unglaublich schön. Habe mich so gefreut, meine (alten) Freunde wieder zu sehen. Alle sind gekommen! Diese Woche ist jetzt noch der Weihnachtsshop geöffnet, wo wir die Restbestände verkaufen und alle fancy Christmas-Songs hören. Zum Schluss noch ein paar kleine Impressionen vergangener Zeiten:




Weihnachtsmarketi an der Themse entlang. 4 Pfund für eine Bratwurst!

Churros auf'm Weihnachtsmarkt. Spanische Back-Spezialität auf einem "German-Style" Christmas Market? Aber immerhin lecker! und schön süß und fettig ;)

schön!


Veronika ließt Harry Potter in der tube und Lina schläft beim Versuch ein :)
Graffiti an der Brick Lane, sie hat noch so viel mehr zu bieten! Lieblingsviertel der Stadt!


Lina hat mir einen Adventskalender mit schlauen Sprüchen von klugen Menschen gebastelt! :)

Oh you pretty London town.


Die Figürchen sind alle vom ehemaligen G. YMCA Präsidenten selbstgemacht!!

Die Servietten waren von mir ;) Laugegebäck
das ging schnell weg.


Stollen, zwei Stück davon waren
verschollen. Ansonsten neben dem Brot DER Renner aufm Markt.


Das hier war meine Verkaufsecke, Lebkchen, Dominosteine und Pfeffernüsse. Und ich faste bis Weihnachten. Harte Tour, aber ich bleibe standhaft! Sonntags ist was kleines erlaubt!


Gruß und Kuss, Schluss!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Sorry to bother you again with this, but IT FEELS LIKE CHRISTMAS!

Von wegen man nimmt zu an Weihnachten! Das effektivste Workout überhaupt kriegt man da. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis, ich habe heute schon:

- Stollen-Gewicht gehoben

- Karton-weitwerfen veranstaltet

- Preismarkerl-Pistolen-Duell gefochten

- Leiterwagen Staffellauf gespielt mit Lebkuchen und seinen Freunden

- Bin Karton-Trampolin gehüpft

- und habe Hardcore Staubgesaugt

und das alles nur für unseren Weihnachtsmarkt am Samstag. Schön sieht’s schon aus, morgen wird das Ganze noch perfektioniert.

Abends haben wir mit den Oldies „Pine Arrangements“ also Tannengestecke gebastelt zum Verkauf. Meinen fand Udo am Schönsten, hat er mir leise verraten :) schön Christmas Carols haben wir natürlich dabei auf’s Ohr bekommen. Huiui!

Habe beschlossen Süßes zu fasten bis Weihnachten. Eieiei und das bei all den Kuchen, Keksen und jetzt auch Weihnachtsgebäck aus Deutschland, dass ich verkaufen soll. Aber ich bleibe stark! Und sonntags darf ich etwas naschen :)

Gestern war auch ein lustiger Nachmittag (nach anstrengendem Saal herrichten für den Markt). Habe den Oldies meine Musik um die Ohren geknallt :D habe natürlich verdauliches genommen, manche Sachen haben ihnen richtig gut gefallen, manche gar nicht ;) wie Frightened Rabbit zum Beispiel, die singen ihnen zu falsch. Und LaBrassBanda war „Bavarian Rap“, was sie zwar erstaunt hat, wie schnell man singen kann, aber ihnen sonst nichts abgewinnen konnte. Sie mochten Regina Spektor, die Beatles, Ludovico Einaudi, das Harry Potter Titellied und auch Eddie Vedder!

So und jetzt noch etwas, dass ich euch schon ewig zeigen wollte. Ein Gedicht, dass ich vorgelesen habe bei meinem Bayern-Vortrag. Eine der englischen Damen liebt die bayrische Sprache und hat sich lange hingesetzt und es mühevoll und genau ins Englische übersetzt und mir dann abgeschrieben, sodass ich auch eine Kopie habe :) Jetzt kann ich es auch endlich rechtfertigen, es zu posten. Es heißt Advent von Wolfgang Ammer.

When the powdered snow in all its beauty

Transforms the homeland into a work of art

The people then relax from household duty

And sit beside their fire and coax at its heart.

The children send their wish list off to Santa

And then they count the days as they pass by.

But all too soon they’re full of expectation

And then they wish each day would learn to fly.

The ice flowers on the windows glitter

The peoples purses soon become lightweight

The people eat too much and would be fitter

Once time has passed, they will try and improve their state.

From shop to shop the crazy people run

They drink mulled wine and burning lips aren’t fun.

Once Christmas is here their crazy time is done.

Mit diesen Worten, einen schönen Dezemberanfang euch allen da draußen.

Winke winke!

Montag, 28. November 2011

Habe mit nem echten Kapitän gesnakt.

„London hat WIRKLICH einen Hafen??“ – fragt Michael ganz verwundert. Ja, hat es. Einen schnuckeligen Hafen im Osten, außerhalb der Stadt. Mit dem Zug bin ich nach Tilbury gefahren, dem Hafenort. Kein angenehmer Platz für ein junges Mädchen alleine, aber am Bahnhof hat mich Jörn schon abgeholt und auf mich aufgepasst. Jörn ist evangelischer Hafenseelsorger. Gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen sorgt er sich um Seemänner und Hafenangestellten in allen möglichen Weisen. Sie stehen mit Rat, Tat, offenem Ohr zur Seite und gehen regelmäßig die Schiffe besuchen. Jörn hat mich einfach in eine viel zu große gelbe Leuchtjacke gesteckt, mir einen Besucherausweis besorgt (mit vorzeigen des Personalausweises) und mich auf den Beifahrersitz klettern lassen (links, versteht sich!). Zuerst hat er mich im Club vorgestellt, wo die Seemänner telefonieren, im Internet surfen, in der Bar sein und fernsehen können. Dann sind wir los, den Hafen erkunden. Die Ware die am meisten exportiert wird ist: Müll. Tonnenweise Müll aus der Großstadt. Geht entweder nach China, wo Klamotten daraus gemacht werden oder nach Holland, wo eine große Müllverbrennungsanlage ist. Der größte Importschlager ist: Holz und Papier aus Skandinavien. Mittlerweile werden aber auch sehr viele Autos verschifft und so der Platz immer voller mit in der Herbstsonne glitzernden Fahrzeugen. An denen sind wir mit unsrem Vauxhall (alias Opel) vorbeigedüst und weiter zum „Boat that rocked“. „Frag deine Eltern mal, was sie in den 60ern so für Radiosender gehört haben!“ schlägt Jörn vor. Denn es gab diese Radioboote wirklich. Sie haben das Monopol der BBC gebrochen, indem sie vom Schiff aus im Meer Musik aus dem „bösen“ Amerika in alle Himmelsrichtungen gesendet haben. Da es ein wichtiges kommunikationsgeschichtliches Artefakt ist, wird es instand gehalten, genauso wie all die anderen vielen Boote.

Das aufregendste Erlebnis des Tages war der Besuch auf dem Schiff „Geest Trader“, dieses kleine Containerschiff (meist um die 100 Container) pendelt zwischen Rotterdam und London und einem weiteren englischen Hafen. Die äußerst freundliche Crew besteht aus Philippinos, der 1. Kadett ist Russe, der 2. Ukrainer und der Kapitän ist deutsch-Italiener. Hasso, so heißt er, lud uns zum Essen auf dem Schiff ein. Sein Koch, Alexander (Cap Verde), hat uns mit Fisch verwöhnt und der wohl größten Eiscremschüssel, die er finden konnte. Hasso kommt aus Rom, hat einen deutschen, adeligen Vater und liebt Bayern. Er hat geradezu von uns geschwärmt, vor allem von der Gastfreundlichkeit und dem Kloster Andechs ;).

Nach dem Essen sind wir auf die Bridge geklettert und haben der Crew und dem riesigen Hebekran zugesehen, wie sie das Schiff langsam entluden. Die Seemänner sahen dabei aus wie die Umpalumpas in Roald Dahl’s „Charlie und die Schokoladenfabrik“ :D wegen der orangen Ganzkörperanzüge und weil Philippinos generell nicht groß von Gestalt sind ;)

Noch zwei Fakten für euer unnützes Wissen: auf Schiffen aus Skandinavien sind Saunen gesetzlich vorgeschrieben, und: Chinesen und Russen sind schlechte Seeleute.

Was hab ich noch so angestellt? Ich war mit Lina bei Harrods an meinem freien Dienstag (wegen dem Konfi-Wochenende habe ich zwei Tage frei bekommen :). Was ein Konsumtempel. Der ganze Kitsch und Reichtum glitzert nur so von den Wänden und Schaukästen. Es ist, wie Lina so schön sagt, ein Museum mit Preisschild. Die Weihnachtsabteilung, die 356 Tage im Jahr offen ist war so vollgestopft mit Kram, man fragt sich wer das kaufen soll. Klotzen statt kleckern ist die Devise. Sogar eine Harry Potter Abteilung haben die da neu eröffnet! Wo man Harrys, Rons, Dumbledores, Snapes, Jedermanns Zauberstab kaufen kann, Hogwartsumhänge, alle Filme und Bücher in allen Farben und Formen und und und. Das Geschirr war wunderschön, dass sie da hatten. So wie die Essensabteilung, 500 verschiedene Käsesorten. Von der Schokoladenabteilung fange ich nicht an. Sonst muss ich weinen ;)

Samstag waren wir kurz in Indien und wieder zurück. Wir haben mit den Au-Pairs den Neasden Tempel besucht, den größten Hindu-Tempel außerhalb Indiens! Er war sehr schön, vor allem außen, wenn man den ganzen bunten, glitzernden Kitsch ausblendet, der sich doch überall einschlich. Die stehen auf ihren knallbunten Stil, diese Inder. Passend dazu waren Lina und ich noch schön indisch essen an der Brick Lane. Lecker! Scharf!

Feiern waren wir auch mal wieder, haben quasi Julians Flehen erhört. Zu 5. (Lina, Julian, Svenja, Lea und Janina (ein echtes Tiroler Madl :D)) sind wir erst in Camden Town „puben“ gegangen. Und dann in einen Jazz-Club, der an dem Tag aber 80’s Thema hatte. Spaß hat es gemacht, zu Cindy Lauper, Eye oft he Tiger, Michael Jackson und all den andern Knalltüten zu tanzen!

Der Sonntag danach war wieder ruhig. Ausschlafen, Wäsche machen, Tube nehmen zur Tate Modern, wieder nicht reingehen nur in den Shop (bester Museumsshop der Welt!) und dann an einen „German-style Christmas Market“ entlang der Themse getigert. Alle Weihnachtsmärkte hier sind von den deutschen Nachbarn abgeschaut. Gar nicht mal so schlecht, aber Glühwein in Bechern geht einfach mal gar nicht ;) und das mit den Gewürzen müssen sie auch noch üben. Riesenbratwürste gibt’s, sowie Lebkuchen und Räuchermanderl, aber auch allen möglichen anderen Kram, den man auf jedem Londoner Straßenmarkt findet.

Eine kleine Premiere gab es noch. Am Donnerstag beim wöchentlichen Anglo-German-Circle hatten wir zum ersten Mal seit ich da bin einen „Faith Talk“. Dabei werden immer Redner eingeladen, die den verschiedensten Religionen und Konfessionen angehören. Am Donnerstag war die Bischöfin der Lutheraner in England zu Gast. Eine unglaublich spannende Persönlichkeit, wie ich beim Dinner vor dem Talk feststellen konnte. Sie hat estnische und litauische Wurzeln und singt in einem Frauenchor der Lieder aus dem 17. Jahrhundert singt. Sie musste früher weg, da ihre Töchter in Shoreditch ein Konzert mit ihrer litauischen Folk band in einem In-Club hatten. Da ich auch von der Lutheraner-Kirche in England wenig bis gar nichts wusste, wurde auch diese Wissenslücke gefüllt.

Wie ihr seht, meist ist Veronika busy. So busy, dass sie kaum zu ruhigen Minuten kommt. Letzte Woche war vollgestopft mit Unternehmungen und Arbeit und ich hab das leise Gefühl, die nächsten beiden Wochen werden nicht anders. Der Weihnachtsmarkt der YMCA steht am Samstag, 3. Dezember, an und ist das größte Event des Vereins im Jahr. Natürlich darf dann das kleine Voluntärchen, das ich bin, all seine Kraft dem höheren Glitzer-Glühwein-Zwecke spenden. Ab Mittwoch wird aufgebaut, juhei! Seit Wochen bin ich schon am Lebkuchen, Pfeffernüsse, Dominosteine… auspacken, zählen, schleppen. Der Geruch ist wie Balsam auf meiner Weihnachten-liebenden Seele.

Frohen 1. Advent euch allen! Mein Nikolaus Paket ist schon angekommen mit lecker Alber-Würstl :D, Marzipankartoffeln, Nüssen einem kleinen Geschenk und einem Schoko-Nikolaus, der natürlich eine Mitra trägt und keine Bommelmütze! Und ein süßes Briefchen vom Schwesterherz war auch dabei, danke Liselott :)





Neasden Tempel von der Seite, innen durfte man keine Fotos machen!
Der Haupteingang.

Themse, oh braune Brühe, was hast du für schöne Ufer?

Veronika's Mode-Tipp: Hafen Outfit.

The Boat that Rocked!!

Tilbury Port, auf dem Schiff war ich danach drauf! Die "Geest Trader"

Harrods, Luxusschuppen sondersgleichen.


Weihnachtliches Ich in der Weihnachtsabteilung


In der Harry Potter Abteilung , riesen Bild...

aus Lego-Steinen!

Food Section. Sicher mehr als lecker, aber auch mehr als teuer.



Love, Veronika.

Montag, 21. November 2011

vom Land und von Leuten, vom frischen Atem holen.

„Was wünscht ihr euch denn alle zu Weihnachten?“ frage ich so in die Runde beim Abwasch nach einem leckeren selbstgemachten Mittagessen. „Einen Laptop“, „Designerklamotten“, „Ein Chello“, „Ein Pferd, Mami ist noch dagegen aber Papa hat schon fast ja gesagt.“. Das war mit eine der verblüffendsten Situationen auf der Konfirmandenfreizeit. Wir waren 25 Konfis und 4 Erwachsene Betreuer, plus 2 ehemalige Konfirmandinnen (14 und 16, die beiden Mädls waren wirklich zuckersüß!). Was die Konversation oben noch spannender macht: sie wurde mit 12-jährigen geführt. Im Vergleich dazu habe ich meinen ersten Laptop mit 19 bekommen. Die Eltern dieser Kinder haben Geld, davon nicht zu wenig. Vor allem die vom Teil der Londoner Gruppe, die „Oxforder“ sind da etwas weniger „poshy“.

Die Kinder waren alle lieb, versteht mich nicht falsch, ungewöhnlich ruhig auch, aber man merkt den Unterschied, wenn man schön mit Kolping unterwegs ist oder mit den Kindern reicher Professoren und Managern. Abwasch war „total eklig“, Pflanzen anfassen auch. Die Kinder sind auch unglaublich auf ihre Eltern angewiesen. Anstatt in der Mittagspause zu spielen mit anderen haben viele mit zu Hause telefoniert. Zu beneiden sind sie nicht, obwohl sie so viel in der Welt herumgekommen sind und so viele Privilegien genießen. Zahllose Erwartungen liegen auf ihnen, strenge Erziehung und enormer Erfolgsdruck. Eine freie, wilde Kindheit ist nicht möglich.

Dafür sind fast alle komplett Zweisprachig. Zwar mäkeln manche an ihrer deutschen Rechtschreibung aber sprechen können sie es fließend. Generell gilt: "I feel pretty English, though" - Ich fühle mich trotzdem ziemlich Englisch. Wenn sie mal wieder ins Englische abdriften (es ist wohl die "coolere" Sprache), dann klingen sie für meine Ohren unheimlich intelligent. Sie sind auch wandlungsfähiger und kreativer/effektiver in ihrem Arbeiten als andere Kinder in ihrem Alter, dass muss ich ihnen definitiv zugestehen.

Spaß können diese Kinder aber auch haben :) bei Spielen wird einfach jeder weich und die gemeinsame Kochzeit hat auch den Meisten super gefallen. Für mich war auch der Anlass spannend. Ich konnte den Kindern "aus 1. Hand" berichten, was Abendmahl in der katholischen Kirche heißt und wo die Unterschiede sind. Am Sonntag morgen durfte ich auch die Abendmahlsmesse mitfeiern, gemäß der "eucharistischen Gastfreundschaft" und außerdem durfte ich das Brot verteilen und eine Lesung lesen, was doch sehr nach Ökumene riecht? Die drei anderen Erwachsenen waren je eine Priesterin und ein Priester und ein Religionslehrer. Interessant waren also auch die Gespräche mit ihnen, zwei Schwaben und einem Augsburger.

Ich ziehe dennoch meine Pfingsti vor, die Leiter und Kinder dort sind einfach nicht zu schlagen ;) Wobei der Ort, Lambourne End in Essex (1 Stunde außerhalb Londons) wirklich ein Traum ist. Die Cottages stehen auf Farmgelände und die Landschaft wunderschön. Das Wetter war perfekt! Sonntagmittag stand ich mal im T-shirt rum. Die Sonne hat morgens den leichten Nebelschwaden gekitzelt und der Raureif ist langsam vom Gras getropft und man hat die Schönheit der Englischen Countryside in sich aufsaugen können. Und diese Stille… für einen jetzt Stadtmenschen wie mich waren das kostbare Minuten und ich konnte Sonne, Frischluft, Land und Weite tanken. So etwas fehlt durchaus in der Großstadt. Ja, das war mein poshy Landwochenende, natürlich habe ich euch auch Bilder mitgebracht, siehe unten.

Da ich ja am Wochenende gearbeitet habe, steht mir Montag, heute, und Dienstag, morgen, frei zu tun und lassen was ich möchte :) also bin ich nach einem Arztbesuch (Fuß kaputt, wegen neuer Schuhe und zu viel Gelatsche. Aber das wird wieder!), aufgebrochen in die Stadt, bin durch China Town und Soho getigert und habe tatsächlich schöne Weihnachtslichter gesehen! Und zwar im Covent Garden. Eher unspektakulär sonst ist es in der Weihnachtszeit in einen dunkelroten Glitzertempel transformiert. Der große Weihnachtsbaum vorm Apple Market sieht fast aus wie auf einem Weihnachtsmarkt zu Hause und in der Luft hing Zimt- und Glühweingeruch. Die ersten Weihnachtsgeschenke liegen jetzt auch schon in meinem Schrank und warten darauf per Avion nach Deutschland gebracht zu werden um rechtzeitig anzukommen für das schöne Fest.

Langsam scheint auch meine typische November-Unlust/schlechte Laune wieder zu verfliegen. Ein Rauf und ein Runter ist dieses Volunteer-Leben, das könnt ihr mir glauben. Sind die nicht verrückt, die beiden Lisa’s? Schreiben die mir doch glatt, dass sie schon Flüge gebucht haben. Für eine ganze wunderschöne Woche wollen sie mich im März besuchen kommen! Ein Tag davon wird mein Geburtstag sein :)

Und Mama und Papa ließen mich zehn Minuten später wissen, dass auch sie einfach schon den Flug über Ostern gebucht haben! Ich freue mich sehr, wir wollen dann nämlich auch nach Cornwall reisen. Bei so vielen guten Nachrichten, einem tollen Wochenende auf dem Land, zwei freien Tagen, wie kann man da nicht plötzlich einfach wieder glücklich sein?

Friedvolle Grüße, Küsse auf eure Nasen,

Veronika




Unser Anwesen ;) die blaue Tür war unsere!

Pretty Countryside.

Auch poshy Kids können im Dreck wühlen! schön zu sehen :)


Die Enten um den Herz-Teich


Berühmte Sau. Spielt in der englischen Fernsehserie "The only way is... Essex mit". Kein Witz.


Alle paar Sekunden erwartet man Mr. Darcy würde über die Wiese schreiten, wirklich!



Hannah und Veronika entdecken die Farm.

Super-Scrabble-Time im Pub!
Weihnachten?
Weihnachten! Zumindest tut London so, als wär's schon so weit!
China Town
Absolut leerer tube-Wagon an einem Sonntag um 10 Uhr abends, District Line.