Über mich

Mein Bild
Paint a picture, clear cut and pale on a cold winters day, shapes and cool light wander the streets, like an army of strays on a cold winters day. Will you let me romanticize the beauty in our London skies? You know the sunlight always shines behind the clouds of London skies.

Montag, 19. Dezember 2011

Ohne viele Worte.

Bin zu müde für Wortbrei. Vorweihnachtliche Wochenenden schlauchen! Genießt die Szenen. Aufgenommen in London innerhalb der letzten 10 Tage. oder so... ein Zeitdokument. Mit viel Liebe und Weihnachten und Gemütlichkeit.

Eines Nachts auf London's Straßen.

Augustiner Helles mit Weißbierglas? Die haben noch einiges zu lernen, diese Engländer! Julian und Veronika im "Katzenjammers", nahe London Bridge.

Veronika vor dem ehemaligen Wohnhaus von Sigmund Freud. Dort hat er sein letztes Lebensjahr verbracht, geflohen aus Österreich im 2. Weltkrieg. Eigentlich kann man nur das Haus besichtigen und die Einrichtung, die so belassen und dem Haus in Wien nachempfunden wurde. Die Filmausschnitte aus Originaltagen waren allerdings amüsant und der Museumsshop war wie so oft mal wieder glorreich.


Lina's Vroni Session bei Vapiano, das italienische Restaurant, in dem Julian arbeitet. Gammeln und beobachten ist die Devise!

Das Bild ist sozusagen der Ersatz zum Weihnachtsmann bild! Am Dienstag hatte ich rote Hose, rote Jacke, rote Mütze an, einen Bart um und einen grooooßen Sack über meinen Rücken geworfen :D habe mit "Hohoho" und "Have you all been good, kids?" Lebkuchenhäuser an die Kinder der Grundschule gegenüber verteilt, weil sie so schön beim Weihnachtsessen für uns gesungen hatten. Das beste an der Verkleidung war mein rieeeesen Bauch. Lecker Kissen! Das Lob danach: so einen schönen Weihnachtsmann hats noch nie gegeben! Die Zivis waren im Verkleiden wohl nicht so geschickt wie ein kleines EVS Mädchen, geht runter wie Honig.

Finally, die Italian Fountains im Hyde Park sind fertig restauriert und geben ein wunderschönes Bild in der Wintersonne ab.


Mince Pies! Die gibt es hier en masse. Kleine Küchlein mit Trockenfrüchten und anderen Gewürzen und Geschmacksrichtungen, lange in Brandy eingelegt und natürlich, mintzig im Geschmack. Ist auch geschmackssache, das Ganze, ich mag sie.


Der Rest vom Weihnachtsfest. Das war unser Menü bei der großen Weihnachtsfeier des YMCA! Ich saß neben Peter (Australia), Giuliano (Italy) und Wally (Liverpool) und wir haben uns köstlich amüsiert über unsere typisch englischen Weihnachtspapierkronen und den schlechten Witzen in den Christmas Crackern, die sehen so aus:

Naja, so ähnlich, die hier hab ich bei Primark für unsere eigene kleine WG-Weihnachtsfeier gekauft. Das Prinzip bleibt ja das selbe. Es knallt! Deshalb darf man sie auch nicht per Post verschicken oder im Flieger mitnehmen.


Westminster Cathedral bei Nacht. Von einer meiner Damen hatte ich 2 Freikarten geschenkt bekommen für die "9 Lessons and Christmas Carols" von der John Lewis Foundation. Also 9 Lesungen und Weihnachtslieder von einem professionellen Chor in der impostanten Kathedrale.

Überall glitzern sie aus allen Schaufenstern, Bürogebäuden und Hotels heraus und verbreiten weihnachtliche Stimmung in der ned so staadn Zeit.


Glühweini mit Maike, Anja und Lina auf dem unmöglichen Winterwonderland.

Mit Lo-Co waren wir letzten Sonntag im Kensington Palace, die "verzauberte" Tour durchs Schloss machen, auf der Suche nach 7 Prinzessinnen-Namen, die alle mal hier gewohnt haben (Sticker zur Belohnung! Yeah!) da hat sich jemand wirklich Mühe und Gedanken gemacht.


Ja, das ist ein Thron :D und ja, da sitze ich drauf und ja, ich wurde königlich behandelt. Einen Wunsch durfte ich äußern, der dann durch das ganze Schloss gebrüllt wurde. Von Schauspielern, die nur zum Zwecke der authentischen Visualisierung und Unterhaltung in originalgetreuen Kostümen durch das Schloss huschen! Der Wunsch wird nicht verraten, sonst geht er nicht in Erfüllung!

Creepy Stuff. Eine der Prinzessinnen, Mary. (Die verschiedenen Kleider sind von allseits bekannten Designern entworfen worden.)

Prinzessin Diana tanzt. Ein Lichteffekt, der erst entsteht, wenn man den Kopf schnell von links nach rechts bewegt. Tut man dies nicht, ist da einfach nur ein blauer Lichtstreifen. Sehr clever.

Die lieben Mädls, die dabei waren :)



Mit Liebe, Laune und Leichtigkeit.
Lufti-kuss, Veronika.

Ach ja und heute war mein letzter Arbeitstag vor meinem Weihnachts-Heimat-Urlaub! Tut gut! Die Vorfreude ist riesig. Übermorgen um diese Zeit sitz ich schon in München :)

Dienstag, 13. Dezember 2011

"The Night Shadows" by Charles Dickens.

"A WONDERFUL FACT to reflect upon, that every human creature is constituted to be that profound secret and mystery to every other. A solemn consideration, when I enter a great city by night, that every one of those darkly clustered houses encloses its own secret; that every room in every one of them encloses its own secret; that every beating heart in the hundreds of thousands of breasts there, is, in some of its imaginings, a secret to the heart nearest it!"

- Charles Dickens über London. Seine nächtlichen Spaziergänge haben ihn inspiriert. Und das Museum of London hat wiederum er inspiriert, eine Austellung ganz ihm zu widmen. Die haben Lina und ich am Freitag besucht, bei der Ersteröffnung. Das hier ist ein Ausschnitt aus einem seiner Essays. Der Mann war faszinierend und wohl unheimlich intelligent. Er kann besonders Menschen und Städte bei Nacht wunderbar beschreiben.


L wie London oder L, wie Lina. Die Letztere von beiden schreibt auch einen Blog. Er ist wunderschön. Wer ihn gerne lesen möchte, darf diesem Link ins Kanninchenloch folgen:
http://quellederfreude.blogspot.com/


Auf bald.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Neues aus Bayern II.

Typische vorwochenendliche Unterhaltungen: „Julian will feiern gehen.“ „Hm, ja eigentlich will ich schon auch. Ist ja schon bald Weihnachten.“ „Hey, ich wurde gerade von Ashley the Dread eingeladen! Er is DJ in nem Club in der Old Street. Müssen wir doch ausgehen.“ „Ja, Karo will auch feiern…“ „Ich glaub ich werd krank.“ „Ich bin so müde von gestern, lass lieber nicht feiern gehen, nächste Woche dann nochmal!“ Und am Ende kommt das dabei raus: Lina und Veronika machen sich auf den Weg zur London Bridge, zur italienischen Restaurantkette Vapiano, wo Julian arbeitet. Wir essen dort und quatschen stundenlang bis Julian endlich Feierabend macht, wir gehen einen trinken in dem einen Pub, in den vorher 50 als Weihnachtsmann verkleidete Studenten eingefallen sind (vereinzelte rot-weiß bekleidete fand man drinnen noch vor) und dann geht’s noch nach nebenan. Ins „Katzenjammers“, laut eigenen Angaben ein „authentic Bierkeller“. Ich hab so glacht :D. Es gab Maßen! Echte Maßen. Aber sie heißen hier „Stein“ und es gab Paulaner. Das wollt ich nicht, hab mir an August gekauft und dann haben wir das wilde Treiben beobachtet. Engländer, die so tun, als wären sie Deutsch. Zum totlachen! Sie umklammerten alle ihre Maß, die viel zu groß für sie alle war und jedes Mal wenn sie anstoßen riefen sie „STEEEIIIN!“, weil sie einfach denken, dass macht man so in Bayern :D nach endlosen Lachern haben wir uns in die kalte Londoner Nacht begeben. Um 3 war ich zu Hause. Das war der Plan vom „Nicht-Feiern“.

Für diejenigen, die ihn kennen, habe Jamie Hince gesehen! Frontmann der Band „The Kills“ und neuerdings auch Ehemann von Kate Moss. Er war im Hyde Park WinterWonderLand unterwegs. Das ist ein riesen Rummel hier bei mir um die Ecke, sieht aus wie beim Oktoberfest und das ist nicht zu weit hergeholt. Die Fahrgeschäfte sind nämlich die exakt selben und die Sicherheitsinstruktionen sind alle auf Deutsch und es heißt immer „Ausgang“ und „Eingang“. Dann gibt es das fast tödlich glitzernde „Alpen Hotel“ und das Bavarian Village, wo man Bratwürstl, Glühwein und bayrisches Bier kriegt zu unmöglichen Preisen. Aber das ist man hier ja schon gewohnt.

Mich beschleicht hier beim Schreiben gerade das Gefühl, London will mir Heimweh machen. Schafft es nicht, dafür mag ich es zu gerne. Aber Deutschland wird hier richtig populär. Ein Umdenken findet statt. Deutsche Kunst wird neuerdings gehyped, Gerhard Richter hat eine groß beworbene Ausstellung in der Tate Modern, im Time Out Magazine wird ständig irgendetwas hervorgehoben, das deutsche Künstler beinhaltet. Man wird beim Flohmarkt angesprochen, ob man Deutsch ist und nicht beschimpft oder skeptisch angeblickt sondern bewundert. Meine Senioren sind eigentlich das perfekte Beispiel. In jungen Jahren kamen vor allem Frauen nach London, waren dort Au-Pair für ein Jahr oder Krankenschwester, haben sich verliebt und blieben der Stadt und dem YMCA treu. Heute wie damals sitzen Engländer neben Deutschen und sie verstehen sich prächtig. Langjährige Freundschaften haben sich entwickelt, das Thema Krieg ist kein Tabu sondern wird immer mal wieder angesprochen. Man weiß, dass beide Seiten gelitten haben und versucht, beide Kulturen zu integrieren. Erfolgreich.

Mein Arbeitsleben gerät in meinen Artikeln irgendwie oft in den Hintergrund. Zurecht dieses Mal aber. Ich habe eine Woche lang im Weihnachts-Shop gesessen und Restposten vom Samstag verkauft. Es kamen nicht wirklich viele Leute, manchmal ein richtiger Ansturm, dann wieder 2 Stunden nichts und niemand. Die Leute, die aber gekauft haben, haben ordentlich zugegriffen, sodass sich das Ganze schon noch gelohnt hat. Ich war nicht alleine. Harry Potter war bei mir (bin schon beim 3. Buch jetzt!) und immer zwei oder drei Oldies. Außerdem ist PETER endlich wieder aus Australien zurück!! Juhu! Einer meiner Lieblinge. Er war ein Monat unterwegs down under, dort hat er lange gewohnt. Ab jetzt gibt es wieder Peter’s Music mit Peter himself :)

Ach und mein Adventskalender dient als idealer Countdown! Noch 10 Tage und ich fliege Richtung Heimat. Auch wenn London ein neues Zuhause ist (fühle mich mittlerweile richtig wohl und kann sagen, ich habe mich endgültig eingelebt. In die Arbeit, das Hotel, die Leute, die Freunde und die Stadt. Das tut richtig gut.), so is „dahoam einfach dahoam“ ;) in diesem Sinne, Guten Mittag!

Und, laut Statistik wird mein Blog am dritthäufigsten von Russland aus besucht. Was?







Nomnom in Brick Lane.

Hihi, ich bin der kleine Wichtl. In Aktion beim Lebkuchenverkauf. Heute darf ich naschen!!!

Liebe? Im Rough Trade Store, Brick Lane.



Jamie Hince, schrecklich verschwommen, aber wahrhaftig.



Liebe Grüße aus dem Bayrischen Dorf, mitten in London. Kirschglühwein ist lecker und weitere Fotos folgen, sobald ich sie selbst habe.

Viele Pfeffernüsse und -küsse.
Veronika <3

Montag, 5. Dezember 2011

Die Zeit fliegt wie ein Weihnachtsengel.

Sie lebt jetzt in Schottland und haut mich von da aus erst mal um. Ein Mädchen, das ich von meinem Ausreiseseminar in Würzburg kenne schrieb heute, dass wir jetzt im Dezember bald alle 4 Monate im Ausland unterwegs wären, und dass dies ja schon ein Drittel von unserem einmaligen Jahr hier wäre. Ach quatsch denke ich mir, schüttle den Kopf und zähle nach: September, Oktober, November, Dezember. Oh, wow. Tatsächlich. Wann ist das denn passiert? Vielleicht sollte ich meinen Text mal ändern, den ich allen neugierigen Fragern herunterrattere: „Seit knapp 2 Monaten bin ich schon hier!“ so geht der. Habe ihn bis jetzt konsequent benutzt. Außerdem krabble ich jetzt nur noch 2 Montage lang vom Wochenende müde aus meinem weichen Bettchen. Denn dann, oh ja, dann wache ich 10 Tage lang im alfransederischen Traumbettlein auf (wahlweise auch wo anders, in München mal und in Haiming vielleicht ). Und darauf freue ich mich schon riesig! Weihnachten mit der Familie am 24. und die große Runde bei Opa am 26.! Und Silvester mit den Mädls, die glücklicherweise ALLE nach Hause kommen, von wo auch immer sie aus der Welt einfliegen müssen. Für all diese schönen Momente und Tage lohnt es sich definitiv, die große, glitzernde Stadt zu verlassen und ich komme ja wieder. Für zwei weitere Drittel.

Ich bin heute besonders müde, weil die letzte Woche ja uranstrengend war. Der Weihnachtsmarkt am Samstag war unglaublich schön. Habe mich so gefreut, meine (alten) Freunde wieder zu sehen. Alle sind gekommen! Diese Woche ist jetzt noch der Weihnachtsshop geöffnet, wo wir die Restbestände verkaufen und alle fancy Christmas-Songs hören. Zum Schluss noch ein paar kleine Impressionen vergangener Zeiten:




Weihnachtsmarketi an der Themse entlang. 4 Pfund für eine Bratwurst!

Churros auf'm Weihnachtsmarkt. Spanische Back-Spezialität auf einem "German-Style" Christmas Market? Aber immerhin lecker! und schön süß und fettig ;)

schön!


Veronika ließt Harry Potter in der tube und Lina schläft beim Versuch ein :)
Graffiti an der Brick Lane, sie hat noch so viel mehr zu bieten! Lieblingsviertel der Stadt!


Lina hat mir einen Adventskalender mit schlauen Sprüchen von klugen Menschen gebastelt! :)

Oh you pretty London town.


Die Figürchen sind alle vom ehemaligen G. YMCA Präsidenten selbstgemacht!!

Die Servietten waren von mir ;) Laugegebäck
das ging schnell weg.


Stollen, zwei Stück davon waren
verschollen. Ansonsten neben dem Brot DER Renner aufm Markt.


Das hier war meine Verkaufsecke, Lebkchen, Dominosteine und Pfeffernüsse. Und ich faste bis Weihnachten. Harte Tour, aber ich bleibe standhaft! Sonntags ist was kleines erlaubt!


Gruß und Kuss, Schluss!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Sorry to bother you again with this, but IT FEELS LIKE CHRISTMAS!

Von wegen man nimmt zu an Weihnachten! Das effektivste Workout überhaupt kriegt man da. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis, ich habe heute schon:

- Stollen-Gewicht gehoben

- Karton-weitwerfen veranstaltet

- Preismarkerl-Pistolen-Duell gefochten

- Leiterwagen Staffellauf gespielt mit Lebkuchen und seinen Freunden

- Bin Karton-Trampolin gehüpft

- und habe Hardcore Staubgesaugt

und das alles nur für unseren Weihnachtsmarkt am Samstag. Schön sieht’s schon aus, morgen wird das Ganze noch perfektioniert.

Abends haben wir mit den Oldies „Pine Arrangements“ also Tannengestecke gebastelt zum Verkauf. Meinen fand Udo am Schönsten, hat er mir leise verraten :) schön Christmas Carols haben wir natürlich dabei auf’s Ohr bekommen. Huiui!

Habe beschlossen Süßes zu fasten bis Weihnachten. Eieiei und das bei all den Kuchen, Keksen und jetzt auch Weihnachtsgebäck aus Deutschland, dass ich verkaufen soll. Aber ich bleibe stark! Und sonntags darf ich etwas naschen :)

Gestern war auch ein lustiger Nachmittag (nach anstrengendem Saal herrichten für den Markt). Habe den Oldies meine Musik um die Ohren geknallt :D habe natürlich verdauliches genommen, manche Sachen haben ihnen richtig gut gefallen, manche gar nicht ;) wie Frightened Rabbit zum Beispiel, die singen ihnen zu falsch. Und LaBrassBanda war „Bavarian Rap“, was sie zwar erstaunt hat, wie schnell man singen kann, aber ihnen sonst nichts abgewinnen konnte. Sie mochten Regina Spektor, die Beatles, Ludovico Einaudi, das Harry Potter Titellied und auch Eddie Vedder!

So und jetzt noch etwas, dass ich euch schon ewig zeigen wollte. Ein Gedicht, dass ich vorgelesen habe bei meinem Bayern-Vortrag. Eine der englischen Damen liebt die bayrische Sprache und hat sich lange hingesetzt und es mühevoll und genau ins Englische übersetzt und mir dann abgeschrieben, sodass ich auch eine Kopie habe :) Jetzt kann ich es auch endlich rechtfertigen, es zu posten. Es heißt Advent von Wolfgang Ammer.

When the powdered snow in all its beauty

Transforms the homeland into a work of art

The people then relax from household duty

And sit beside their fire and coax at its heart.

The children send their wish list off to Santa

And then they count the days as they pass by.

But all too soon they’re full of expectation

And then they wish each day would learn to fly.

The ice flowers on the windows glitter

The peoples purses soon become lightweight

The people eat too much and would be fitter

Once time has passed, they will try and improve their state.

From shop to shop the crazy people run

They drink mulled wine and burning lips aren’t fun.

Once Christmas is here their crazy time is done.

Mit diesen Worten, einen schönen Dezemberanfang euch allen da draußen.

Winke winke!